Finland: 12 Points

GruppeHands ·  · 11.04.2015 ·  , ,

Eine Härtewanderung durch den Dunkelsteinerwald

Der Eurovision Song Contest verfolgt uns nicht nur tagtäglich in Funk und Fernsehen sondern auch als Thema der Härtewanderung der Wiener Pfadfinder. Als Gastgruppe nahm auch heuer wieder eine Patrulle Maxglaner Hands teil und wie man vorab schon verraten kann, schlug sie sich dabei ziemlich gut.

Schon am Vorabend traf sich die sechsköpfige Mannschaft (leider kam uns der Martin abhanden und nahm sich Pflegeurlaub) zum Umtrunk und um verschiedene Details der anstehenden Wanderung zu besprechen. Unser Patrullenname: Finnland; das Motto des Abends davor, der wohl bekannteste ESC Beitrag Finnlands von Lordy.

Pünktlichst wurde dann am Samstag Mittag zum unbekannten Ziel gestartet, bald war klar: das Gebiet der heurigen Wanderung ist der Dunkelsteinerwald südlich der Wachau. Kaum bemerkt, auch schon aus dem Bus gestiegen und los marschiert. Der Anfang fiel uns dann doch schwerer als erwartet. Die unzähligen Waldwege, ob nun auf der Karte oder nicht, machten uns das Orientieren im Wald schwer. Das Ergebnis: einige extra Meter und die Erkenntnis, dass man so eine Wanderung nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Bei der ersten Station angekommen und auf alles mögliche durchsucht (die Regeln der Härtewanderung sind dann doch eine Sache für sich … hier das Regelwerk) sind wir aber wieder guter Dinge. Mit Bravur lösen wir die gestellte Aufgabe 16 verschiedene europäische Sprachen zu erkennen. 14 davon richtig zugeordnet ist dann sogar das beste Ergebnis aller teilnehmenden Patrullen. Nun wird uns auch klar wie man das doch sehr sperrige Thema ESC in die Härtewanderung packen kann. Wir sind sogar ein wenig begeistert davon. Weiter geht’s über Wiesen und Felder, schön ist’s hier und das Wetter sowieso. Die zweite Station „Griechenland“ fordert uns dann sportlich heraus … auch wenn die Zeitnehmung dabei streikt und wir uns völlig umsonst so verausgabt haben. Es wird dunkel und wir kommen immer tiefer in den Dunkelsteinerwald. Dann ist es auch gar nicht so ratsam die Abkürzung quer durch den Wald zu nehmen. Der Weg zur dritten Station wird länger und länger und der mühsam ergangene Vorsprung gegenüber der Zeitvorgabe schwindet zur Gänze. Dafür war die Aufgabe ein Papierophon zu basteln um den Inhalt einer alten Schallplatte zu Erkennen um so spannender. Zu Mitternacht noch schnell eine Teamworkstation und gleich weiter zum Biwak am Truppenübungsplatz der Kaserne Mautern. Wunderschöne nächtliche Stimmung beim Abstieg von der Hochebene durch die Weingärten hinab zur Donau.

Fürs Nachtlager noch ein Biwak und eine finnische Sommersuppe (Kesäkeitto). Nach kurzer Nacht und früh am Morgen war es dann soweit, der große Auftritt mit unserem Songcontest Beitrag von Lordy. Trotz Blasen und Dornenfuß ging es weiter zur nächsten Station. Hier galt es einen Hubschrauber aus Korken, Balsaholz und Gummiringen zu bauen. Die lächerliche Flugdauer von zwei Sekunden unseres Absturzgeräts lies uns nicht lange Verweilen. Weiter ging es quer durch die Wachauer Marillenblüte zur letzten Station. Diesmal war unser geografisches Wissen gefragt: alle Fahnen der europäischen Staaten und deren Hauptstädte, eine Kleinigkeit für uns … und darum, mit letzter Kraft, waren wir auch die ersten am Ziel: die Kapelle Maria Elend und das angeschlossene (nicht wirklich zu empfehlende) Wirtshaus.

Nach dem wohlverdientem Bier, Schweinsbraten und noch einem Bier, dann die Belohnung für die Schinderei: eine rote Perle für sehr gute Leistung. Da bleibt für uns nur eine Frage: sind wir nächstes Jahr bei der 50. Ausgabe der Härtewanderung auch wieder dabei?

 

Und wer noch immer nicht genug von der Härtewanderung hat, hier die Auswertung unseres Zahlenmeisters Mäx:

Heuer dürften wir den 40er geknackt haben. Laut AMAP sind es 39,8 km, laut Google Maps sogar 41 km.
Auch an Höhenmetern haben wir etwas mehr zurückgelegt als letztes Jahr, und zwar knapp 1200 Höhenmeter rauf und wieder runter. Und obwohl wir heuer mit unserer Gehzeit eine halbe Stunde über der Sollzeit liegen, können sich auch die Teilstrecken sehen lassen, eine davon konnten wir mit immerhin 4,00 km/h zurücklegen. Außerdem bleibt da ja noch die offene Frage mit der tatsächlichen Sollzeit zum Nachtlager …
Auch interessant: Bei Etappe 1 legten wir fast den doppelten Weg im Vergleich zur Luftlinie zurück, bei der letzten Etappe betrug der Unterschied nur 11 %, im Durchschnitt 44%.

Detailierte Auswertung der Härtewanderung für die Patrulle Finnland

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