RaRo Sommerlager 2016 – Polen

RaRo ·  · 04.09.2016 ·  ,

Samstag morgens machten wir uns über Deutschland mit dem Wochenendticket auf um Polen zu bereisen. Von Salzburg ging es über etliche Stationen bis an die Grenze zu Polen, wo wir die erste Nacht in Tantow, einem sehr kleinen Ort verbrachten. Noch in dieser Nacht machten wir Bekanntschaft mit der Dorfjugend, die uns offensichtlich für arme Flüchtlinge oder Ähnliches hielt, welchen Irrtum wir aber dann auflösen konnten.
Weiter ging es nach Stettin, Miedzyzdoje, Kolberg, Lebork, Łeba mit den berühmten Dünen und nach Danzig. An der Ostseeküste konnten wir nach zwei Nächten mit Regen dann aber schönes Wetter genießen und bei heißen Temperaturen Baden und Städte und Dörfer besichtigen.
Weiter soll es dann in den Süden gehen. In der zweiten Woche sollen dann noch weitere vier RaRo zu uns stoßen die aufs Lager nachkommen. Wie es uns weiter ergangen ist und einen detaillierteren Bericht gibt es in der nächsten Glocke, da der Redaktionsschluss bereits vor Ende unseres Lagers war.

Michi aus Danzig, Polen

 

Der erste Teil des Lagerberichts kam direkt aus Danzig – hier nun der weitere Lagerverlauf: Wir verlassen mit dem Nachtzug das wunderschöne Danzig in Richtung Katjowice. Diese Zugfahrt ist mit Abstand die aufregendste unserer Reise durch Polen: Nicht nur, weil wir für uns zehn nur zwei Plätze reservieren konnten. Sondern auch, weil wir auf der neunstündigen Zugfahrt viele Mitreisende kennenlernen: Engländern auf der Heimreise von einer polnischen Hochzeit, Uniprofessoren, die uns über künstliche Intelligenz aufklären. In Katjowice angekommen verlässt uns Leo in Richtung Salzburg – und auch wir bleiben nicht lang in dieser schmucklosen Stadt im Süden Polens. Wir machen uns auf den Weg nach Oświęcim, allen geläufig unter dem Namen Auschwitz, das in Polen allerdings nicht so genannt werden möchte. Wir wundern uns zu allererst über den Mangel an Essgelegenheiten. Erst nach einigem Suchen finden wir das Restaurant von Sebastian Schrom, eines Kochs bekannt aus der polnischen Ausgabe der Fernsehkoch-Show Hell’s Kitchen. Wir lassen uns mit zahllosen Gaumenschmeichlern zu Wirtshauspreisen verwöhnen! Tags darauf besichtigen wir das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Die Stunden dort sind wohl die bedrückendsten des ganzen Lagers; aber auch die lehrreichsten. Ein wenig verstörend war, dass pro Tag mehrere hundert Touristen gleichzeitig durch das Lager geschleust werden – Zeit zum Nachdenken und „Verdauen“ bleibt kaum. Nach dem Ende unserer Führung geht es mit dem Bus nach Krakau, einer der schönsten Städte Polens. Dort stoßen die vier Nachzügler zu uns. In den zwei Tagen in Krakau besichtigen wir das Museum in Schindlers Fabrik. Die Geschichte Krakaus wird hier sehr detailliert und unzensiert erzählt, von der polnischen Zwischenkriegsregierung über die Herrschaft Nazideutschlands bis zum Einmarsch der Roten Armee. Schließlich machen wir uns schon auf nach Wroclaw (Breslau), unserem letzten Aufenthalt in Polen. Dort lassen wir in den gemütlichen Gastgärten an der Oder die letzten Tage des Lagers ausklingen. Wir brechen nach Görlitz auf, wo wir unsere letzte Nacht des Lagers verbringen, bevor wir uns endgültig auf den Weg nach Hause machen.

Flo

 

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