
Alles hat seine Zeit:
Sich begegnen und verstehen,
sich halten und lieben,
sich loslassen und in Liebe erinnern.
Wir müssen Abschied nehmen von unserem Pfadfinderbruder und Gildefreund “Beppo”, der am 15. August im Kreise seiner Familie friedlich von uns gegangen ist. Josef war Pfadfinder mit Leib und Seele.
1965 kam er als Rover zu den Pfadfindern in Maxglan. Später wurde er Roverleiter. Einige Jahre durfte ich mit ihm gemeinsam die Roverrotte leiten. In dieser Zeit haben wir gemeinsam die Adventwanderungen geplant. Irgendwann hatte Josef die Idee, ein Erinnerungsabzeichen einzuführen für wiederholte Teilnahmen an der Wanderung. So entstand die berühmte „Liste“, die er akribisch führte und er sorgte auch sehr würdevoll für die Verleihungen für 5, 10, 15 oder mehr Teilnahmen. Diese Aufgabe hat Josef erst vor kurzem an seinen Sohn Hannes übergeben.
Ende der 1970er-Jahre war Josef Bundesbeauftragter für Rover. In dieser Funktion leitete er gemeinsam mit der späteren Bundesministerin Elisabeth “Lisl” Gehrer das Rover-Ranger-Unterlager „Vagant“ am Bundeslager 1981 in Rein bei Graz.
1985 hat Josef die Leitung der Pfadfindergruppe Maxglan von Schurli Sturm sen. übernommen. In seine Periode fällt die Übernahme der alten Feuerwache in Maxglan als Pfadfinderheim. Er regte die Gründung einer Gruppenzeitung an – so erscheint seit 1987 „die Glocke“ Monat für Monat. 1988 ist der legendäre Fetzenball in das Pfarrzentrum Maxglan übersiedelt unter dem Motto „Circus Fezzoballi“, den Josef als Zirkusdirektor eröffnet hat.
Josef hat an vielen Großlagern mitgewirkt. Beim Salzburger Landeslager „Pinzga“ 1987 hat der das GuSp-Unterlager „Dunanadl“ geleitet. Bei oberösterreichischen Landeslagern war er im Bereich Verpflegung tätig und hat gemeinsam mit seiner Frau Anneliese den Bereich Lebensmittelrücknahme und -verwertung neu eingeführt, damit möglichst wenig nicht verwendete Lebensmittel entsorgt werden mussten.
Bald schloss sich Josef auch der Pfadfinder-Gilde Maxglan an. Er war ein Vorbild an Verlässlichkeit. Wenn er eine Aufgabe übernommen hat, dann brauchte man sich nicht mehr darum kümmern. So hat er beispielsweise mit Anneliese den Getränkeeinkauf für die Gildeabend erledigt. Wir konnten immer sicher sein, dass am Gildeabend genügend gut gekühlte Getränke vorhanden waren. Gemeinsam mit Niko hat er in den letzten Jahren die Friedhofsrundgänge im November gestaltet, bei denen wir die Gräber unserer verstorbenen Gildefreund*innen besucht haben.
Mit Josef verlieren wir einen Pfadfinderbruder, der wirklich von sich sagen kann: „Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen“.
Wir verabschieden uns von Josef am Freitag, den 28. August um 10 Uhr in der großen Pfarrkirche in Maxglan mit einem Verabschiedungsgottesdienst.
Gut Pfad, lieber Josef!
Fritz Ortner













