GuSp-SoLa 2025

Das GuSp Lager 2025 beschäftigte mit einer alten Erzählung rund um einen berühmt berüchtigten Räuber namens Kürschner. Dieser raubte nämlich vor einigen Jahren das Naturhistorische Museum Wien aus und seither sind sowohl seine Flucht als auch der verbleib seines Schatzes ein Mysterium. Die einzige Quelle, auf die wir uns beziehen konnten, war die Tageszeitschrift „Der Eierbär“ und die uns zum Start bekannte Information war, dass er von Wien ins (nicht so) sonnige Burgenland geflüchtet ist. Da mussten wir natürlich hinterher und so begann das heurige Sommerlager:


Bericht von Laurenz

Wir trafen uns am Samstag am Salzburger Hauptbahnhof, um uns auf den Weg nah Eisenstadt zu machen. Und dann ging es auch schon mit dem Zug, der leider stark überfüllt war, los. Wir fuhren teils am Boden sitzend, teils stehend bis nach Wien Meidling. Dort stiegen wir in den REX um. Dieser musste allerdings nach ein paar Stationen aufgrund technischer Störungen eine 30-minütige Pause einlegen. Nachdem wir dann noch einmal umgestiegen und einen Berg in Eisenstadt bestiegen hatten, kamen wir an unserem Lagerplatz an. Dort bauten wir unsere Zelte auf, aßen zu Abend und ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

Bericht von Julian

Als wir um 8 Uhr in der Früh aufstanden, gab es Frühstück. Es gab Nutella Brote und Müsli! Nach dem Frühstück haben wir unsere Dreibeine aufgestellt, Lehm gesucht und Feuerholz gesammelt. Nach der ganzen Arbeit gab es das wohlverdiente Mittagessen. Während dem Mittagessen kamen Martin und Manu nach. Nachdem wir alle fertig gegessen hatten, begannen wir aus dem gesammelten Lehm einen Ofen pro Zeltpatrulle zu bauen. Die Öfen zu bauen hat erstaunlich lange gedauert. Als die Öfen fertig waren haben wir ein kleines Feuer gemacht, um sie zu trocknen. Am Abend konnten wir das erste Mal auf den Öfen kochen. Das Chili con Carne meiner Zeltpatrulle war ein wenig flüssig. Da es nach dem Essen schon so spät war, gingen die meisten direkt im Anschluss schlafen.

Bericht von Laurenz

Am Montag war es dann Zeit für die Stadtrallye. Diese wurde leider etwas verregnet, machte aber trotzdem sehr viel Spaß, denn unser Auftrag war es den Räuber Kürschner zu fassen.


Leiterbericht (Tobsi)

Um die genaue Fluchtroute des Räubers herauszufinden, folgte man den Berichten von Augenzeugen. Diese berichteten von Anwältinnen, Mittelsmännern, Schießereien und einer beeindruckenden Flucht des Räubers. Trotz der engen Gassen von Eisenstadt gelang es der Polizei nämlich nicht den Räuber zu stellen.

Am Dienstag ließen wir es dann ein wenig entspannter angehen, nach einer Verfolgungsjagd braucht man schonmal eine kleine Pause. Ganz so entspannt nahmen die Guides und Späher den „Chillertag“ aber nicht. Es wurde fleißigst abgelegt, viele waren motiviert, dieses Lager noch ein Abzeichen zu ergattern und darauf wurde zielstrebig hingearbeitet. Am Abend kam dann noch ganz unerwartet ein kleiner Hoffnungsschimmer. Während die GuSp beschäftigt waren, ließen es sich die Leiter und Leiterinnen nicht nehmen, mit den Räuberbanden des Leithagebirges Kontakt aufzunehmen. Um aber an wichtige Informationen zu gelangen, mussten wir diese mit verschiedenen Rohstoffen versorgen. In einem aufregenden Nachtgeländespiel sind wir dieser Forderung nachgekommen und wurden belohnt. Einerseits erzählte man uns, dass es in Wien einen Bademeister geben soll, der von der Flucht des Räuber Kürschner ein wenig mehr weiß, als er zugeben will. Andererseits stießen wir auf eine Geschichte, laut derer der Kürschner sich in einer Höhle im Wald versteckt haben soll. Mit wenig Energie aber vielen Informationen gingen wir erst einmal schlafen.

Wie man sich denken kann, riechen auch die saubersten GuSp am fünften Lagertag nicht mehr nur nach Vanille und Heidelbeeren, darum gingen wir erst einmal der Spur des Bademeisters nach. Mit dem Zug ging es ins Hallenbad nach Hütteldorf. Dort wurde weiter fleißig für Abzeichen abgelegt, es wurde gerangelt und es wurden gleich zwei interessante Bademeister getroffen. Der eine erzählte uns, dass der Räuber in einer Kiste voller Sand über den Neusiedlersee entkam und dass ihm ein Fuhrmann dabei half. Der andere erzählte uns von seiner Zeit als Fernsehstar beim ATV in verschiedensten weltbekannten Blockbustern, wie „Guido sucht das Glück“, „Forsthaus Rampensau“ oder „Mei potschertes Lebn“. Von ihm bekamen wir zwar keine Infos zum Räuber, dafür einen Werbeblock in seinem TikTok-Livestream.

Am Donnerstag gingen wir die Flucht noch einmal durch. Wir wussten viel über den Anfang und die Verfolgungsjagd durch Eisenstadt und wir wussten viel über sein Entkommen über den Neusiedlersee. Was uns fehlte war der Hauptteil der Geschichte. Der Teil, in dem der Räuber in seinem Höhlensystem untertauchte und seinen Schatz versteckte. Das war also unsere Aufgabe für Donnerstag. Patrullenweise wurden im Rahmen eines Hikes, drei Routen zur Höhle aufgeklärt. Bei der Höhle angekommen entschied man sich dann, darin zu übernachten. Zuerst wollten einige noch Tobsis „Germanys next Topmodel“-Edition des Werwolf Spiels spielen, doch schnell bemerkte man, dass man nach dem Tag doch zu müde war, und man verschob das Spiel auf Freitag.

Jetzt war man auf einen großen Fehler gestoßen. Man hatte zwar die Fluchtrouten des Räubers verfolgt, ging aber zur falschen Höhle. Anstatt in die Kürschnergrube zu wandern, schliefen wir in der Johannesgrotte. Bei den beiden Namen hätte man sich eigentlich schon denken können, welche die Richtige ist. Leider denken auch wir Leiter nicht immer mit. Nach einem erfolgreichen Ablegetag ging es für ein paar erfahrenere GuSp auf, ins nächste Abenteuer. Sie wurden von den Leitern abgeseilt und ÜBERRASCHUNG!!! Ganz unverhofft fand man den Schatz des Räubers in dem Loch. Mit der Schatzkiste unterm Arm machten sich die abenteuerbereiten GuSp auf zur Kürschnergrube, wo bereits der Rest wartete. Im zeremoniellen Rahmen wurden hier einige Versprechen abgelegt, Erste Schritte und Schwerpunktabzeichen sowie eine Kornettenerprobung verliehen. Eine besonders große Ehre war es uns Leitern, dass wir Oliver seinen wohlverdienten Allrounder verleihen durften. An seinem Ehrgeiz und Durchhaltevermögen können sich andere Späher und Guides gerne eine Scheibe abschneiden. Daran anschließend wurde die Schatzkiste geöffnet und darin befanden sich…Steine und Blätter!?! Der Räuber war das triste Großstadtleben leid und er wollte ein wenig Natur für sich haben. Durch seine Flucht durch das Burgenland fand er, was er suchte und der Schatz war ihm unwichtig geworden.

Am Samstag wurde dann das Lager abgebaut, eine große Müllkette gebildet, der Hänger beladen, die letzten Tonwerke gebrannt und zurück zum Bahnhof marschiert. Die Heimfahrt mussten wir, aufgrund der beschränkten Anzahl an Sitzplätzen im Zug, im Ruhewagon verbringen. Obwohl das eigentlich eher weniger die maxglaner Art ist, verhielten wir uns wirklich vorbildlich, wofür wir auch ein großes Lob eines Pärchens bekamen. Am Salzburger Hauptbahnhof zurück, empfingen uns die Eltern und nachdem nun euch das letzte Abzeichen noch verliehen war, beendeten wir das Lager mit einem SCOUT! HURRA!, welches durch die ganze Bahnhofshalle schallte.


Photodump