Diesmal fand das Biberschläfchen in Bergheim statt. Dreizehn aufgeregte Kinder trafen sich am Freitag um 17:15 beim Hauptbahnhof und nach einer kurzen Anreise per Bahn und einem kleinem Fußmarsch konnten wir schon das Heim beziehen. Drei hilfsbereite Kinder begannen kurz darauf auch schon das Abendessen herzurichten. Die anderen dynamischen Kinder erkundeten derweil das Heim und besprachen die Regeln. Nach dem Abendessen, für einige überraschend, für andere schon sehnsüchtig erwartet, folgte dann der erste Höhepunkt: die Halstuchverleihung. Acht glückliche Kinder konnten mit ihrem neuen Halstuch zu Bett gehen und somit die Tradition leben, die erste Nacht mit dem Halstuch zu schlafen. Auch die in den vergangenen Heimstunden erarbeiteten Naturbiber-Buttons durften an einige fleißige Biber verliehen werden. Damit aber jeder gut schlafen konnte gab es dann noch eine Gute Nacht Geschichte von dem Drachen Grimmzahn und dem Traumsand. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass der Drache Grimmzahn von sogenannten Drachenhütern, mittels Traumsand, in den Schlaf versetzt wurde um den Ort zu schützen und mit einem Ritual konnte man den Schlaf verlängern. Aber das war sicher bloß eine Geschichte. Dachten wir alle.
Ob es die Aufregung vom Vortag war oder die Vorfreude auf den kommenden, weiß bis heute keiner so genau. Fakt ist, dass die Kinder am Samstag besonders wenig schliefen und schon recht früh auf den Beinen waren. Als wir uns nach dem Frühstück fertig machten für die angedachte Bergwanderung, hörten wir ein grimmiges Gähnen. Später noch eins und beim Dritten waren wir erst ein paar Schritte vom Heim entfernt. Fast zeitgleich lief uns eine seltsame Gestalt entgegen, die in ziemlicher Aufruhr war. Sie faselte irgendwas von einem Opa, Drachen Erwachen, Sand der zu Staub wurde und einem Ritual? Am Anfang ergab das alles gar keinen Sinn, aber als wir die Person beruhigt hatten und uns erstmal richtig vorstellten, erzählte der Herr uns dass sein Name Hans II. Bert war und sein Opa, welcher ein echter Drachenhüter war, ihn auf die Mission schickte das Erwachen des Drachen zu verhindern. Und das muss alle paar Jahrhunderte mittels Ritual wiederholt werden. Aber die Rätsel, hinter denen das Ritual und die dazu nötigen Materialien versteckt waren, waren schwieriger als gedacht und Herr Bert benötigte unsere Hilfe. Von da an arbeiteten wir mit Herrn Bert zusammen. Kaum hatten wir die Materialien entziffert, standen wir schon vor der nächsten Herausforderung, den wir wussten nicht wo wir zB. Sternenstaub und Mondgestein herbekommen sollten.
Glücklicherweise kannte Herr Bert den fahrenden Händler Hans Hansemann aus Hamburg der solche speziellen Sachen verkaufte. Also machten wir uns auf den Weg zu ihm, um die Zutaten bei ihm zu kaufen. So einfach wie wir uns das vorstellten war das dann aber auch wieder nicht, denn der Händler akzeptierte nur Gulden und wir hatte keine Gulden dabei. Als wir ihm die Wichtigkeit unserer Mission erklärten, war er aber bereit uns die Materialien zu geben, sofern wir einige Aufgaben für ihn erledigten. Wir halfen Herrn Hansemann u.a. beim Blumen gießen und bei einem für ihn zu schwerem Kreuzworträtsel. Nachdem wir uns mit einem kräftigen Mittagessen gestärkt hatten konnten wir mit frischer Kraft zur richtigen Zeit am richtigen Ort endlich das besagte Ritual vollziehen. Am Ende hörten wir kein Gähnen mehr.
Abschließend kann man sagen, es war ein gelungenes Abenteuer. Ein Drache wurde wieder ins Land der Träume geschickt, zwei neue Freunde verabschiedeten sich von uns und, was man nicht vergessen darf, dreizehn Biber hatten die Übernachtung gewagt und erfolgreich gemeistert.
So kamen am Samstag Nachmittag die stolzen und mutigen Drachenhüter wieder in Salzburg an – mit einigen Geschichten zu erzählen.
-chipsi










































































































































