RaRo: Winterlager

RaRo ·  · 15.02.2019 ·  ,

Winterlager in Bad Hofgastein
Schon Wochen zuvor wurde viel vorbereitet und gearbeitet. Vor allem am verbesserten beheizbaren Pool welcher auf das Winterlager mit sollte. Aber auch für die Heizung im Sattler wurde organisiert und gebastelt. Dann musste noch ein passender Lagerplatz gefunden werden. Dank ergeht an Max Gruber und vor allem Alex Güssow für die viele Arbeit und Organisation des Wochenendes.
Freitagnachmittag und Abend machten wir uns mit Material auf den Weg Richtung Schmaranzbauer, welcher so freundlich war und uns ein Grundstück zum Lagern zur Verfügung stellte. Dort angekommen wurde vom Anhänger das Material abgeladen und etwas erhöht am Fuße eines Berges hin transportiert.
Gleichzeitig musste der Schnee für den Standort des Sattlers weggeschaufelt werden. Dies erforderte einige Zeit und Schweißperlen auf der Stirn. Als das Zelt stand konnte eingeheizt werden. Nebenher wurde noch ein Feuer gemacht und Würstel gegrillt. Müde legten sich bald alle nieder.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück mit den Aufbauarbeiten für den Pool weiter. Ein Teil der Gruppe ging für das Mittagessen einkaufen und kochte anschließend. Beim Pool, der aus Biertischen, Bänken, einer LKW Plane und dem Heizofen zusammengebaut wurde, konnte bald Wasser vom nahegelegenen Bach zugeführt werden. Nach der Stärkung durch Kasnockn wurde das Wasser aufgeheizt. Am Berghang konnte man sich auch mit dem Zipfelbob runterstürzen.
Der Nachmittag verging schnell und am Abend kehrten wir im nahegelegenen Wirtshaus ein. Als wir zurückkamen war das Poolwasser schon recht angenehm warm und wir konnten die Nacht im Pool ausklingen lassen. Bis zu 42 Grad heiß wurde das Wasser ehe wir das Heizen einstellten und zur Nachtruhe übergingen.
Am Sonntag packten wir rasch zusammen und kamen gegen ca. halb drei in Salzburg an wo wir noch das Material zum Trocknen am Dachboden der Stöllners aufbauten. Am Grund versorgten wir noch das restliche Material ehe alle glücklich aber wohl auch müde nachhause gingen.
– Michi

Details und Hintergründe für Interessierte
Bereits bei den Vorbesprechungen für das Winterlager in den HS und im Roverheim wurde gewünscht, wieder Zeltheizung und Pool aufzubauen. Während die Zeltheizung leicht mit 2-3 noch zu beschaffenden Autobatterien und dem bewährten Betrieb am Wechselrichtermodul umzusetzen sein würde war der Pool dann doch etwas mehr Arbeit. Der Aufbau mit den Biertischen, Spanngurten und LKW-Plane hatte sich ja bewährt und auch die Wasserbeschaffung war in der Regel kein Problem. Nachdem die erreichten Wassertemperaturen aber bisher eher zu wünschen übrig ließen (24-26° zu Silvester 2017/18 und je nach Quelle ca. 14° zu Silvester 2018/19) war klar: viel mehr Heizleistung muss her. Die alte Heizung mit Kupferspirale im Feuer und Pumpen hatte eine errechnete Heizleistung von 6 kW Dauerhaft/10kW Stoßweise. Bereits für Silvester 2018/19 sollte die neue Heizung fertig sein. Vorgegangen wurde nach dem Motto: mal schauen wie viel kW wir schaffen. Wir beschafften einen alten Warmwasserboiler mit ca. 300L Volumen und ein etwas kleineres Modell mit ca. 120L Volumen. Wie üblich wurden die Boiler von ihrer Schaum-Isolierung, den Innereien und Anschlusselementen befreit. Der kleinere Boiler wurde oben auf den größeren Boiler – in dem später das Feuer brennen sollte – geschweißt und es wurden 3 Abgasrohre installiert, sodass die Abgaswärme direkt ins Wasser im oberen Tank übergehen sollte. Für den unteren Tank war eine Art Rechen aus Rechteckrohren vorgesehen, die Wasser durch das Feuer hindurch führen sollten.
Das System erforderte weiterhin eine Pumpengruppe, die dabei einen Wasserfluss vom Pool in den Rechen, dann in den oberen Boiler mit den Abgasrohren und schließlich zurück in den Pool sicherstellen sollte.
Aus verschiedenen Gründen, zu denen mitunter sicherlich zählen dürfte, dass wir vom Vortag zu Silvester durchgehend bis zum Silvesterabend ohne zu schlafen gearbeitet hatten schlug dieser Entwurf schließlich trotz aller Bemühungen fehl und das Wasser erreichte zu langsam die vorgesehene Temperatur. Wie sich zeigte waren unzählige Stellen des Rechens undicht und auch am oberen Boiler war ein kleines Leck entstanden. Auch die zusätzliche Inbetriebnahme der alten Spirale und einer schwimmfähigen Feuertasse schufen keine Abhilfe.
Wir entschlossen uns Schließlich, die Konstruktion am Schrottplatz zu entsorgen und mit der Konstruktion nocheinmal von vorn zu beginnen.
– Alex