Fang die Gans

Eine sehr lässige Heimstunde hatten wir am Gedenktag des Hl. Martins. Wir fuhren gemeinsam zum Schloss Klessheim um hinter dem Casino in den Wald zu gehen.
Zuerst gingen wir mit verbundenen oder geschlossenen Augen an einem Seil durch den Wald um alle Sinne zu spüren und den Geräuschen zu lauschen. Vorsicht war natürlich auch geboten, denn viele Hindernisse lagen auf dem Weg.
Angekommen an einem Bach galt es mit nur einem vorhanden Seil, einer Fackel als Licht und einer Axt über diesen zu kommen. Wenn möglich natürlich trocken.
Erste Ideen einfach mit Anlauf hinüber zu springen verwarfen wir gleich wieder. Dass einer von uns mit dem einen Ende des Stricks auf die andere Seite schwimmen könnte und wir uns sodann beide Enden an Bäume festmachen würden, schien uns ob der Temperatur auch nicht geeignet.
Also suchten wir uns eine Stelle an der der Bach möglichst schmal war. Dann hatten wir die Idee als Brücke einen nahezu abgestorbenen Baum zu benützen. Doch dieser wollte nicht so recht auf die andere Seite des Ufers fallen.
Es brauchte also zwei drei Mutige die den Stamm mit ihrem Gewicht runterdrückten und diesen damit auf die andere Uferseite brachten. Das gelang nur indem man auf den Baumstamm hinaufkletterte, was die Gefahr mit sich brachte, dass man ins Wasser fällt. Leider scheiterte dieser versuch, da wir zu leicht waren. Jakob, Schu und Jonas waren zwar auf der anderen Seite aber der Stamm hielt stand.
Wir mussten also mit der Axt etwas nachhelfen. Unter großem Krafteinsatz und langem hacken gelang es uns dann doch den Baum rüberkippen zu lassen. Folglich wurde nur mehr das Seil an zwei Bäumen befestigt und wir konnten gemütlich auf die andere Seite spazieren. Angekommen machten wir noch ein kleines Geländespiel mit dem passenden Namen: Fang die Gans. Zwei freiwillige wurden als Gänse verkleidet und durften sich in einem Gebiet verstecken. Die restlichen “Jäger” mussten die Gänse fangen. Am Ende konnte ein Martinigansl entwischen. Nach dem Spiel ging es wieder zurück nach Maxglan wo wir unseren Durst, der durch den Brückenbau entstand, stillen konnten.