Burschentag 2019

Dieses Jahr beschlossen wir maxglaner Männer zum alljährlichen Burschentag nach Kuchl zu fahren. Alles genau durchdacht, geplant und in unseren Köpfen verankert, trafen wir uns voller Vorfreude und Entspannung am Salzburger Hauptbahnhof. Wir hatten ja keine Ahnung was uns dieses Jahr alles unsere Pläne durchkreuzen würde…

Als sich alle Kinder und Leiter am Bahnhof gesucht und gefunden hatten ging es los Richtung Bahnsteig 9. Dort bemerkten wir, dass auf unserer Strecke Schienenersatzverkehr herrschte und wir deshalb zweimal umsteigen mussten. Natürlich kein Problem für uns, wurde uns ja immerhin Action und Spannung versprochen. Nachdem wir uns beim Umstieg von der S- Bahn in den Linienbus mit unserer dezenten Art viele Freunde gemacht hatten, kamen wir schlussendlich, ein bisschen später als geplant, beim Kuchler Pfadiheim an. Wir wollten nur schnell unser Zeug in das Heim legen und gleich mit den ersten Actioneinheiten loslegen, doch es kam anders. Kein Schlüssel, kein Code für das Schlüsselkästchen und keiner von den Verantwortlichen erreichbar. So beschlossen wir uns erstmal an den See zu setzten und verschiedenste Teamwork Aufgaben zu erledigen bis wir wen erreichen. Nach zig erledigten Herausforderungen opferten sich Atti und Maxi und schickten uns zum Geländespiel, während sie beim Heim auf die Rucksäcke aufpassten und versuchten die Sache mit dem Schlüssel zu klären. Wir verabschiedeten uns dankbar von den zwei und traten eine kleine Wanderung an. Durchs Dickicht (Großteils auf offiziellen österreichischen Reh- Wanderwegen) nach oben auf den Georgen Berg gekämpft sahen wir das Gelände, auf dem wir unser Geländespiel austragen sollten. Nach der Erklärung hieß es nun also für Mechaniker und Musiker Wahrzeichen verstecken und für die Polizei Trainingslager absolvieren. Als endlich der Startschrei ertönte und alle freudig loslegten, kam ein schick herausgeputzter, nennen wirs, netter Mann auf uns zu. Er wies uns darauf hin, dass das sein Grundstück ist und wir uns gefälligst aus dem Staub machen sollen. Wir versuchten ihm zu erklären, dass wir Pfadfinder sind, hier nur schnell unser Geländespiel spielen wollen und danach sofort wieder weg sind. Wir würden auch keine Schäden anrichten und ihm zum Dank sogar seine Wälder aufräumen. Es war ihm egal, auch wenn seine Art seinem Begleiter sichtlich peinlich war und er am liebsten im Boden versunken wäre. Wir hatten also keine Wahl und machten uns wieder auf den Weg zurück zum Heim. Blöd gelaufen, wir ließen uns die Laune aber nicht verderben und machten uns einen großen Spaß aus der Rückreise. Beim Heim angekommen wurden wir von Erwin überrascht, der uns unser Abendessen brachte. Fette Grillerei stand nun also auf dem Programm. Wir machten uns zwei große Lagerfeuer, mit denen wir uns unsere Brote und Würstel grillen konnten. Nachdem alle satt waren hieß es nun rein ins Heim Lichter aus und verstecken. Wir spielten viele, sehr lustige und spannende Runden Verstecken im Dunkeln, so lange bis die kleineren unter uns Hundemüde in ihre Schlafsäcke fielen. Für die größeren ging der Abend je nach Lust und Laune, für manche sogar bis in die frühen Morgenstunden, gemütlich am Lagerfeuer weiter. Nach einem köstlichen Frühstück am nächsten Morgen, packten wir unsere Sachen, putzten das Heim und gingen auch schon wieder Richtung Bahnhof. Am Salzburger Hauptbahnhof angekommen beendeten wir mit einem traditionellem Schlusskreis einen Burschentag an dem nicht alles so lief wie geplant, wir aber trotzdem alle unseren Spaß und unsere Action hatten. Zu guter Letzt ließen wir einen Ruf in die Hallen des Bahnhofes los, welcher so laut, kräftig und voller Energie war, dass wenn man genau hinhört man ihn Wochen später immer noch hören kann!

-max (wirnsi)