CaEx-SoLa ’19 – Korsika

CaEx ·  · 19.07.2019 ·  , , ,

Am 19. Juli trafen wir uns um 21:30 Uhr am Salzburger Hauptbahnhof, um ins SoLa 2019 auf Korsika zu starten.
Dieses Jahr hatten wir drei Gäste dabei. Wir freuten uns, zwei Abtenauer in unserer Gruppe begrüßen zu dürfen. Zusätzlich fuhr eine französische Pfadfinderin mit, die Erfahrungen mit anderen Pfadfindergruppen sammeln wollte. Los ging es acht Stunden mit dem Nachtzug  zu unserem ersten Zwischenstopp in Florenz, wo wir mit einer Stunde Verspätung um 7:00 Uhr in der Früh ankamen. Wie gewohnt durften wir in kleinen Grüppchen ausströmen, um Frühstücken zu gehen. Außerdem überraschten wir unser erstes Geburtstagskind mit einem Ständchen und Kuchen. Von dort aus ging es mit dem nächsten Zug weiter Richtung Pisa. Typische Touristenfotos mit dem allseits bekannten Schiefen Turm durften natürlich nicht fehlen. 8-)

Danach setzten wir unsere Fahrt ins Zentrum der Hafenstadt Piombino fort. Als wir es uns in einem Park gemütlich machten und uns in den Kochgruppen etwas kochen wollten, wurden wir von der Polizei aufgehalten, die so etwas nicht duldete. Zu Fuß ging es dann zum Hafen von Piombino, wo wir mit der Nachtfähre nach Bastia weiterfuhren. Wir nahmen die dreieinhalb Stunden länger dauernde Route über Elba, damit wir die Möglichkeit hatten, unseren (ziemlich leeren) Schlafvorrat wieder aufzustocken. Am nächsten Tag halbwegs ausgeschlafen auf Korsika angekommen, ging es nach einem kurzen Frühstück nach Algajola, einem kleinen Ort am Meer, wo wir die erste längere Pause einlegten. Wir machten es uns auf einem Bocciaplatz neben dem Bahnhof gemütlich und nutzen die ersten  Schwimm-, und Einkaufsmöglichkeiten sofort aus. Am Abend nahmen wir den Zug weiter nach Calvi, wo wir uns in unseren Kochgruppen Abendessen machten. Die Nacht verbrachten wir unter einem traumhaften Sternenhimmel auf einem der Burg vorgelagertem Plateau mit Meerblick.

Unser dritter Tag begann mit einer interessanten und abwechslungsreichen Stadtrallye von Ida und Lena S, einem Ablegepunkt des „Maxglaners“.
Zu Mittag fuhren wir mit dem Bus Richtung Galéria. Ein paar Stunden und sehr viele kurvige Straßen später kamen wir in Manso im Fangotal bei einem Süßwasser-Bach an. Alle nutzen die Bademöglichkeit und schon bald wurden auch die verschieden hohen Felsen zum Springen entdeckt. Unter anderem auch eine Brücke, die besonders hoch war. Hängematten wurden aufgehängt, Spiele gespielt und gesonnt. Wir verbrachten den restlichen Nachmittag dort. Es gefiel uns so gut, dass wir uns am nächsten Tag dazu entschieden, noch einen halben Tag zu bleiben. Natürlich durften die kitschigen Fotos am Abend beim Sonnenuntergang nicht fehlen. Die Bade- und Springmöglichkeiten wurden erneut genutzt, was bedauerlicherweise nicht ganz ohne Blessuren von statten ging.
Am Nachmittag sind wir weiter Richtung Süden gefahren, nach Porto. Dort wollten wir auf einem Campingplatz übernachten, der allerdings geschlossen hatte. Glücklicherweise trafen wir auf freundliche Polizisten, die uns einen guten Schlafplatz am Strand empfahlen, wo wir legal zwei Nächte bleiben durften. Es war ein verlassenes, überdachtes Restaurant, welches vor zwei Jahren aufgrund Besuchermangels schließen musste. Da wir den ganzen Tag am Strand bleiben wollten, konnten wir ausschlafen. Unsere Leiter liehen zwei Motorboote bei einem Bootsverleih aus, mit denen wir in Vierergruppen nacheinander aufs Meer hinausfahren konnten um dort zu schwimmen und zu tauchen. Wir hatten dann den restlichen Tag Zeit um zu machen was wir wollten. Diesen Abend gingen wir früh schlafen, da wir am nächsten Tag den Bus um 8:00 Uhr nehmen wollten. Deshalb mussten wir schon um 6:00 Uhr in der Früh aufstehen und zusammenpacken. Der Fußweg zum Bus ging über eine kurvige steile Straße – Morgensport abgehakt.

Über eine noch kurvigere Straße ging es zwei Stunden mit dem Bus durch die bizarre Felsküste der Calanche in die Hauptstadt von Korsika, Ajaccio. Von dort aus hatten wir vor gleich weiterzufahren, doch der Zug hatte eine Panne und im Schienenersatzverkehr war kein Platz mehr für uns alle. Insgesamt warteten wir dann sechs Stunden am Bahnhof. Als wir endlich an unserem gewünschten Ort, Corte, angekommen waren, dachten wir dass der Sport für heute vorbei sei. Jedoch – Pustekuchen! Ein Hike stand auf dem Programm. Zwei Stunden ging es in die Tavignanu-Schlucht. Auch unsere Leichtverletzte wollte sich das Ganze nicht entgehen lassen und kam (anfänglich mit Schiene und Krücken) mit. Nach kurzer „Aufwärmphase“ war sie jedoch schon schneller als unsere Schlusslichter. Ab der Hälfte ging die Sonne unter, also war der zweite Teil der Wanderung eine Nachtwanderung. Als wir um halb elf im Dunkeln bei unserem Schlafplatz, einer großen Felslandschaft an einem Süßwasserfluss, angekommen waren, gingen sich noch ein paar im Fluss abkühlen. Um Mitternacht gratulierten wir alle unserem zweiten Geburtstagskind, dann gab es die stimmungsvolle Verleihung unter freiem Sternenhimmel. Wir waren sehr stolz, von jedem Ablegepunkt etwas verleihen zu dürfen. Es wurden zwei Versprechen erneuert, erste und zweite Kreise verliehen und sogar zwei Challenge-Abzeichen! Außerdem bekamen wir als Belohnung für unsere Bemühungen beim ‚Start the Change‘-Projekt ein Abzeichen. Es wurde ein sehr chilliger Abend, den wir gemütlich ausklingen ließen, wobei die Letzten schließlich um halb fünf schlafen gingen.

Der Tag begann leider etwas früh, da wir alle von der Sonne aufgeweckt wurden. Nach einer letzten Runde schwimmen wurde es für uns wieder etwas beschwerlicher, da wir genau in der Mittagssonne zurück in die Zivilisation aufbrachen. Jetzt begann unsere offizielle Rückreise. Wir fuhren zurück nach Bastia, um dort für eine letzte Übernachtung zu bleiben, bevor am nächsten Tag unsere Fähre Richtung Italien ging. An dem Abend sind wir alle gemeinsam auf Kosten der CaEx-Kasse in eine Pizzeria Essen gegangen. Als Nachtisch gab es noch ein Eis für jeden. Wir kehrten zurück zu unserem Lagerplatz, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilten: eine, die auf einem nahegelegenen Spielplatz schlafen ging, die andere Gruppe blieb auf dem ursprünglichen Platz wach. Am nächsten Tag trafen die zwei Gruppen wieder aufeinander und gemeinsam ging es auf die Fähre. Wir sind gegen Mittag auf dem Festland angekommen, aßen kurz, und sind gleich nach Florenz weitergefahren. Da der Zug Verspätung hatte, mussten wir anstatt drei Stunden vier Stunden auf unseren finalen Zug nach Hause warten. Wir nutzten die Zeit um Abendessen zu gehen und ein letztes Mal Proviant und Wasser für die Heimreise zu kaufen. Hier mussten wir uns auch leider von Marine, unserer französischen Begleiterin, verabschieden. Dann ging es los Richtung Heimat. Wir kamen am Sonntag um 7:00 Uhr, wieder mit einer Stunde Verspätung, daheim in Salzburg an und verabschiedeten uns alle mit dem gewohnten Schlusskreis und dem Austeilen der Sommerlagerabzeichen. Anschließend sind noch ein paar zum McDonalds Frühstücken gegangen.

Es war ein gelungenes und tolles Lager!

– Franzi, Karima, Sandra

(Fotos folgen)