CSI-WiWö Sommerlager 2018

SommerlagerWiWö ·  · 07.07.2018 ·  , ,

Akademie Protokoll KW 27–728

Samstag
Nach unserer 4 stündigen Zugfahrt nach Baden kamen wir eben dort am Bahnhof an und durften erfahren, dass wir noch ein paar Meter zum Heim zu gehen hatten. Der anstrengende Aufstieg in die Hochstraße wurde von Magda und Chrisi mit einer super Jause belohnt. Folgend auf die Begehung des Heims und dem umliegendem Gelände, durften die Zimmer bezogen werden.

Nachdem jeder einen gemütlichen Schlafplatz hatte, wurden wir in die Lagerzentrale gerufen um die offizielle Begrüßung in die CSI-WiWö Akademie hinter uns zu bringen. Dann ging es endlich mit der Grundausbildung, sprich mit einem kleinen Einblick in jede Sparte der CSI-WiWö, los. Geübt wurden die Grundlagen der Sanitäter, Beobachter, Verfolger, Geheimcodeknacker, der Presseabteilung und des Stoßtrupps.

Während wir diese Grundlagen kennenlernten, kam auch unsere Küchenhilfe Luigi, welcher uns von der Zentrale in Wien zugeschickt wurde, und bekochte uns mit original italienischen Nudeln.

 

Sonntag
Am nächsten Tag stand gleich in der früh ein Interessens/Leistungstest an, um genauestens zu evaluieren wer für welche Sparte am besten geeignet ist. Während der Auswertung dieser Tests, machten wir uns auf den ersten Trainingsausflug in den Wienerwald auf. Nachdem wir zurückgekommen waren und uns wieder von Luigis Kochkünsten begeistern lassen konnten, begann sofort die Spezialausbildung in den einzelnen Sparten. Während dieser Ausbildung griff das Sanitäter Team interessante Hinweise auf und verfolgte diese. Als alle von den Hinweisen erfuhren und die Zentrale das OK gegeben hatte, war schnell klar: Das wird unser erster Fall!

 

Montag
Eine durchgemachte Nacht für die Leiter und durchgedachte Nacht für die Kinder später, folgten wir den am Vortag gefundenen Beweisen. Als erstes machten wir uns an die gefundene Zeitung ran und fanden tatsächlich eine verschlüsselte Botschaft, die wir durch Stundenlanges nachdenken schlussendlich entschlüsseln konnten. Diese Nachricht führte uns zu einer Brücke, wo sich die waghalsigsten aus jedem Spezialisten Team abseilen mussten um an den nächsten Hinweis zu gelangen. Versteckt in einer Dose, welche unter strengster Vorsicht aufgeschnitten werden musste, befand sich eine weitere Nachricht. Auf dieser war in schlecht gereimten Deutsch unser nächstes Ziel geschrieben: eine Höhle ganz in unserer Nähe! Am weg dorthin ratterten all unsere Köpfe, was uns erwarten könnte. Dort angekommen, mussten wir uns durch dickes Gebüsch und felsige Wege in die Höhle hinein kämpfen. Als alle drinnen angekommen waren, begann das große suchen. Keiner wusste nach was gesucht werden musste, also war jede noch so kleine Spur und jeder noch so kleine Hinweis von größter Bedeutung. Nachdem jeder von uns 180 mittelgroße Steine, 235 Kielsteine und 13 verkohlte Holzstücke umgedreht und inspiziert hatte, zuckten alle zusammen. „Ich habe da was gefunden!!!“: hallte es lautstark durch die Höhle. wir ließen alles stehen und liegen und eilten dem Gebrüll hinzu. Es war ein zerrissener Zettel auf dem wahllos aneinander gereihte Zahlen standen. Es ergab noch keinen Sinn, aber wir wussten jetzt zumindest was zu suchen war. So fanden wir nach ein paar Minuten auch den zweiten Teil des Zettels. Nun war es klar, es waren Koordinaten. Da diese aber nur in der Zentrale ausgewertet werden konnten, mussten wir uns auf den Weg zurück begeben. Dort angekommen genossen wir erstmal eine kurze aber entspannte Freizeit, während nebenher die gesammelten Daten des Tages von den Computern ausgewertet wurden.

Nach dem von Luigi zubereiteten Mittagessen, waren die Daten vollständig ausgewertet und die Koordinaten bekannt: Eine edle weiße Villa in unserer Umgebung. Jetzt hatten wir zwar den Standort, aber wussten nicht was genau zu tun war, geschweige denn was es mit der Villa auf sich hat. Deshalb  bereiteten wir uns mit Ballübungen und einer kleinen aber sehr feinen und erfrischenden Wasserbombenschlacht auf den Ernstfall, die Villa stürmen zu müssen, vor. Kurz vor dem Abendessen erhielten wir aber die Nachricht aus der CSI-Zentrale in Wien: „Antrag auf stürmen nicht gestattet.“ Also mussten wir uns was anderes einfallen lassen und beschlossen ein ausgewähltes Team, welches aus unseren ältesten und erfahrensten WiWö bestand, auf eine Nachtobservation zu schicken.

Während dieses Team die Villa bei Nacht beobachtete, hielten alle anderen rund ums Heim Ausschau, damit wir sicher sein konnten das uns niemand beobachtete.

 

Dienstag
Nach einer langen und nervenzerreissenden Nacht, wachten wir alle auf und warteten gespannt auf die Berichte des Observationsteams. Gestärkt vom Frühstück war es nun endlich soweit, das Team berichtete:
„Kurz nach 12 Uhr Mitternacht hörten wir Autotüren knallen und zwei Männer mit          Taschenlampe stiegen aus…“
„Nein drei Männer!! oder…?!“
„Nein, nein einer ist doch sitzen geblieben!?“
„Egal… auf jeden Fall leuchteten die ums Haus herum… ähhh nein das Haus an!“
„Da war auch ein Licht in der Villa, also war wer daheim!“
„Genau und deshalb sind sie dann wieder gefahren, weil sie Angst hatten!!“
„Sie leuchteten das Haus nur an und fuhren dann wieder Weg… oder blieben eigentlich noch bissi im Auto sitzen!“

So ging es einige Minuten lang hin und her mit den Erzählungen, bis allen alles klar war:

In dieser Nacht wurde die gesuchte Villa von zwei Männern aufgesucht, welche in das Haus wollten, sahen dass wer daheim war und dann wieder wegfuhren.

Diese Neuigkeiten mussten natürlich im Lagezentrum besprochen und ausgewertet werden. Aus der Zentrale in Wien, kam indes der Auftrag eine nahgelegene Ruine zu besuchen, da dort ungewöhnliche Aktivitäten gesichtet wurden. Angeblich zwei Männer, einer mit Schnurrbart und einer mit Anglerhut und Wanderstöcken. Bei Schnurrbart kam uns sofort Luigi in den Kopf. Da dieser schon den zweiten Tag nicht gekommen war, wurden wir gleich misstrauisch. Ob er wohl was im Schilde hatte, oder schlimmer, war er vielleicht ein Spitzel?!

Mit dem Kopf voller Gedanken, machten wir uns Richtung Ruine auf. Eine wunderschöne Wanderung mit fantastischem Ausblick über den Wiener Wald später, kamen wir bei der Ruine an. Diese war zu unserem Ungunsten mit dem Hinweisschild “RUINE GESPERRT“ verschlossen. Wir beschlossen trotzdem hinein zu gehen und unserem Auftrag zu folgen, da wir uns sicher waren dass wir nur abgeschreckt werden sollten. Dort umgeschaut, fanden wir ein frisch mit Kohle gemaltes “L+M“ an einer Wand, und eine noch junge Lagerfeuerstelle. Das L sollte wohl für Luigi stehen, deshalb beschlossen wir so schnell wie möglich wieder zurück zum Heim zu kommen, um diesen neu gefunden Hinweisen nach zu gehen und Luigi mal so richtig zu befragen. Am Rückweg lief uns eine seltsame Gestallt über den Weg, welche, als wir ihr nachgingen, vor uns davon lief! Wir waren uns sicher das sie uns beobachtete und belauschte als wir in der Ruine waren, deshalb hielten wir am Rest vom Weg die Augen und Ohren nun umso mehr offen.

Zurück im Heim sprang uns sofort etwas ins Auge was davor noch nicht da war: Ein Drohbrief!! In diesem Brief stand klar und deutlich, dass wir uns aus dieser Sache raushalten sollen. Doch jetzt war unser Feuer erst so richtig entfacht. Sofort liefen wir in die Küche und beschuldigten/befragten Luigi. Dieser weißte jedoch jede Schuld von sich und bestritt alles. Somit hatten wir keine Handfesten Beweise und mussten uns etwas anderes einfallen lassen, denn er würde uns von selbst wohl nichts verraten. Deshalb legten wir nach dem Mittagessen eine Pause ein, wo Zeit zum Ablegen war, um den Kopf wieder einigermaßen frei zu bekommen. Außerdem waren wir ja immerhin auf einem WiWö Sommerlager und mussten uns abseits des Falles natürlich auch auf Pfadfinder/WiWö Sachen konzentrieren.

Da wir wegen der Drohung unsere Sicherheitsstufe erhöhen mussten, wurden in der Zwischenzeit Vitaldatensensoren hergestellt, um die Schritte von jedem Kind, Leiter, und Angestellten verfolgen zu können. Somit war es uns auch möglich Luigi zu überwachen und herauszufinden ob und was er vor hatte. Anschließend zum Abendessen gab es nach diesem aufbrausendem Tag noch eine klassische WiWö – Witzerunde als gemütlichen Abschluss vor dem Schlafengehen.

 

Mittwoch
Der nächste Morgen begann weniger gemütlich als erhofft, denn an der Tür hing ein weiterer Drohbrief. In diesem wurden wir endgültig aufgefordert bis um 12:00 Uhr zu verschwinden, sonst würden wir es bitter bereuen. Jetzt war also aller höchste Vorsicht angesagt! Wir bauten uns Beobachtungs-, und Verteidigungsposten um für alle Situationen bereit zu sein. Während die einen aufbauten und beobachteten, schmiedeten die anderen einen Plan die Täter auf frischer Tat zu ertappen.

Dieser Plan lautete folgendermaßen: Wir machen uns unter dem Vorwand ein Metadaten – Analyse anzufertigen aus dem Staub und schnappen sie auf frischer Tat beim zurückkehren. Gesagt getan! Wir machten uns also auf den Weg in die Stadt und sammelten durch ausgeklügelte Fragen Daten zur Stadt Baden, deren Sehenswürdigkeiten und Schätze. Als Belohnung genossen wir ein Eis im wunderschönen Kurpark und beobachteten derweilen das damals überfallen gewordene Casino. Der Weg zum Heim verlief reibungslos und ohne gröbere Verzögerungen, doch was uns dort erwartete raubte uns alle den Atem und ließ uns in Fassungslosigkeit verfallen…

Unsere Tische draußen und unsere Kommando Zentrale drinnen, waren wie durch einen Kampf verwüstet! Nach dem ersten Schock starteten wir sofort ins Haus, durchsuchten alles und fanden einen verprügelten Chrisi auf der Treppe liegen! Sofort wurde er von unseren Medics verarztet und konnte uns erzählen was passiert war:

„Als die Magda und ich vom einkaufen zurück …ahhh mein Schädel… kamen, standen da auf einmal zwei Leute. Einer davon Luigi und der andere vermutlich Mario. Wir wollten sie sofort schnappen, aber waren zu schwach… doch das schlimmste ist, sie haben die Magda entführt und mitgenommen!!“
„Chrisi, Chrisi!! Wo sind sie hingelaufen mit der Magda??!“
„Richtung …ohh Gott mein Kopf… Wald hab ich sie laufen gesehen.“

Als wir das hörten, stürmten wir sofort los und nahmen die Verfolgung auf, weit konnten sie ja noch nicht gekommen sein. Im Wald fanden wir Schleifspuren und den Agentenausweis von der Magda. Wir liefen weiter und fanden weit drinnen im Wald einen komischen, verschlüsselten Zettel. Auf diesem machten sich Mario und Luigi drüber lustig, dass wir die Magda nie rechtzeitig finden würden, obwohl sie mitten unter uns verweilt. Die ganze Spur in den Wald war also nur eine gemeine List um uns von daheim wegzulocken! So schnell wir konnten liefen wir zurück und tatsächlich war sie in unserem Schuppen eingesperrt. Als wir die Tür zu ihr endlich aufbrachten standen wir vor einem noch größerem Problem: Vor ihr lag eine ziemlich große Bombe mit Zeitzünder!

Unser aller Puls stieg in noch nie dagewesene Höhen. Sofort schickten wir unser Bomben-Entschärfungsteam hinein, welches die Bombe weg von uns brachte und sich an die Entschärfung machte. Zum Glück konnte unser Entschlüsselungsteam den Code schnell genug knacken und wir konnten die Bombe sichern und entschärfen.

Wir kümmerten uns natürlich sofort um die noch sehr damische und verwirrte Magda, aber nach diesem Schock brauchten wir alle eine kurze Pause…

Nachdem wir unsere Daten der Zentrale in Wien geschickt hatten, war der Fall für uns erledigt und wurde an Interpol weitergegeben. Wie sich nämlich herausstellte, waren Mario und Luigi zwei der gefährlichsten Casino Räuber der damaligen Zeit, aber konnten nie geschnappt werden. Durch uns hatte Interpol jetzt sehr viele Daten bekommen und wir hofften natürlich das die zwei dadurch gefasst werden.

Zur Feier des Tages ging es in eine Höhle zu einem der schönsten und wichtigsten Momente auf einem Lager. Auch wenn durch den Fall wenig Zeit war, hatten es trotzdem alle neuen WiWö geschafft das Halstuch abzulegen und dieses wurde ihnen in der wunderschön mit Fackel ausgeleuchteten Höhle verliehen!

Danach stieg noch eine kleine aber feine Burger Party, bevor wir alle todmüde und erschöpft in unseren wohlverdienten Schlaf fielen.

 

Donnerstag
Da wir so erfolgreich mit unserem Fall waren, gab uns die Zentrale an diesem sonnigen Tag frei. Also schliefen wir lange aus, Frühstückten ganz entspannt und ausgiebig und beschlossen Baden zu gehen. Nachdem jeder seine Sachen gepackt hatte ging es auch schon los Richtung Thermalstrandbad, wo wir es uns gut gehen lassen konnten.

Es wurde gerutscht, gerastet, das Schwimmabzeichen abgelegt, Fußball gespielt, Eis geschleckt und natürlich gebadet bis wir alle schrumplige Hände und Füße hatten! So schnell konnten wir gar nicht schauen war die Zeit auch schon vorbei und das Bad kurz vorm schließen, also machten wir uns auf den Weg zurück ins Heim. Dort warteten schon vorbereitet Feuer, leckere Würstel und Pizza Steckerlbrot auf uns. Wir ließen uns die Grillerei schmecken und natürlich durften ein paar Witze auch nicht fehlen. Mit vollen Mägen und fröhlichen Gesichtern ging es auch schon zur Verleihung der Spezialabzeichen und Sterne. Nach der Verleihung war es Zeit für die Traditionelle WiWö-Disco! Wir gingen, tanzten und shakten zur Musik ab bis uns alle Muskeln und Knochen wehtaten. Nach diesem ganzen abgehen waren wir alle erschöpft und die Disco fand schön langsam ihr Ende. Nach ein paar letzten Snacks und Moves fielen auch die letzten überbleibenden WiWö und Leiter Hundemüde in ihrer Schlafsäcke. Was für ein schöner und entspannter Abschluss für so ein aufbrausendes Lager!

 

Freitag
Am Morgen darauf mussten wir früh auf, denn unser Zug würde nicht auf uns warten. Deshalb machten wir, wie so schön gelernt in der CSI-WiWö Akademie, Teams die verschiedene Aufgaben hatten. Die einen bauten die Beobachtungstürme und Sperren ab, die anderen putzen die Zimmer und wieder andere halfen Magda die Küche auf Vordermann zu bringen. Als alles blitz blank sauber war und jeder seine sieben Sachen beisammen hatte, machten wir uns schnurstracks auf den Weg zum Bahnhof.

In Salzburg angekommen, warteten schon die Eltern auf uns. Nach unserem Traditionellen Schlusskreis war es dann leider endgültig vorbei mit unserer Ausbildung zum WiWö Agenten. Wir verabschiedeten uns von diesem super Lager mit einem schön lauten Gut Pfad und gingen alle froh und munter in die wohlverdienten Sommerferien!