von Christoph Fuchs
Drei Jahrzehnte, ein eingespieltes Team und unzählige Meilensteine: Als 1993 die Führung der Maxglaner Pfadfinder neu besetzt wurde, begann eine eine prägende Epoche der Vereinsgeschichte. Vom berüchtigten b.open über den Bau des eigenen Pfadfinderhauses bis hin zu Pioniergeist bei den Bibern und im Web 1.0 – ein Rückblick auf fast 30 Jahre Beständigkeit, Gemeinschaft und Eigensinn.
Neues Team und neues Selbstbild
Am 26. März 1993 übernahm das Team um Ernst und Roswitha Fuchs mit Georg ‘Schu’ Sturm jun. und Franz Taferner (er war nur für kurze Zeit im Team) die Gruppenführung. Damit änderten sich nicht nur die handelnden Personen, sondern das Auftreten der Gruppe nach außen und vor allem nach innen. Mit einem Gruppenlager aller Stufen im Mai 1994 in Tamsweg gemeinsam mit der Gilde schlägt man eine neue Richtung ein. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Maxglaner*innen soll gestärkt werden.
Es bestanden nach wie vor Vorurteile gegenüber der Gruppe Maxglan aus den 1970er und 80er-Jahren, damals trat man überall in großer Zahl und meist mit ungewöhnlichen Fahrzeugen motorisiert auf, siehe dazu: Die legendäre Ära des Schurli. Maxglan von 1972 bis 1985. Die Zeiten hatten sich geändert, der eiserne Vorhang war gefallen, Österreich am Weg in die Europäische Union und in Maxglan keimte ein neues Selbstbild, sich als Pfadfindergruppe neu zu positionieren. Die Konstellation und die spannende Mischung an Persönlichkeiten in der Gruppenleitung waren dabei im Rückblick gesehen der entscheidende Faktor. Schu als Ideengeber und Vordenker, Ernst als Anpacker und Umsetzer, Roswitha als nahbare und herzliche Führungsperson waren Garanten für einen geraden und beständigen Kurs, der eingeschlagen wurde und für fast 30 Jahre beibehalten werden sollte.
Ein großes Zeichen setzt man als Mitveranstalter der 8. Europakonferenz der Pfadfinder, die im April 1995 im Kongresshaus in Salzburg abgehalten wurde mit 450 Teilnehmer*innen aus 40 Ländern. Die folgenden Jahre waren geprägt von großer Beständigkeit und unzähligen Aktionen, die regelmäßig durchgeführt wurden. In der Öffentlichkeit trat man besonders mit Kinderbetreuung bei unterschiedlichsten Veranstaltungen auf: Zum Beispiel am Linzergassenfest (1996 bis 1999), beim Palmbuschenbinden in der Linzergasse (1997 bis 2000), am Adventmarkt auf der Festung Hohensalzburg (1996 bis 2009) oder beim Tag der offenen Tür am Flughafen Salzburg mit der Kinderbetreuung am 24. Dezember (2000 bis 2025).
Doch auch Abseits von Kinderbetreuungen trat die Gruppe engagiert in der Öffentlichkeit auf sei es im Komitee beim alle drei Jahre stattfindenden Faschingsumzug in Maxglan, als Veranstalter beim Perchtenlauf in Taxham (2000 bis 2002), im Juli 2005 mit einem EU-Austauschprojekt der RaRo, Gastgeber und Reiseleiter für 70 finnische Pfadfinder*innen, im Dezember 2006 mit einem Sozialprojekt der WiWö gemeinsam mit der Kinderhilfe unter dem Motto “Kinder helfen Kinder”, beim 57. Rupertigau-Preisschnalzen am Gelände der Stieglbrauerei, mit über 5.000 Besucher*innen die größte Brauchtumsveranstaltung in Salzburg (2010), am Glühweinstand am Alten Markt gemeinsam mit der Gilde (seit 2011), beim autofreien Tag in Maxglan (seit 2013) und natürlich in der Pfarre, bei den jährlich stattfindenden Festen zu Ostern, Fronleichnam, Christkönig und Erntedank, besonders aber bei Jubiläumsfeiern wie zum Beispiel im Jahr 2007 zu 100 Jahre Pfarre Maxglan.









Mehr Power für die Mädels
Anfang der 2000er-Jahre geriet die vereinsgebundene außerschulische Jugendarbeit unter Druck. Gründe dafür waren eine Kombination aus veränderten schulischen Anforderungen (wie längerer Schulunterricht durch den Wegfall des Unterrichts am Samstag und steigendem Leistungsdruck), eine massive Ausweitung des kommerziellen Freizeitmarktes sowie der demografische Wandel mit sinkenden Jugendkohorten. Dies führte zu rückläufigen Mitgliederzahlen und auch die Pfadfinder*innen in Maxglan waren gezwungen, ihre Aktivitäten aus Kapazitätsgründen auf einen einzigen Wochentag zu bündeln und kleinere Gruppen zusammenzulegen. Bislang gab es Heimstunden freitags und samstags, infolge der sinkenden Mitgliederzahlen mussten bei den WiWö und GuSp die Gruppen zusammengelegt werden. Ab Oktober 2001 fanden somit alle Heimstunden nur noch am Freitag statt.
Besonders betroffen vom Mitgliederschwund war der weibliche Anteil der Gruppe. Mit einem Girly Day, einem besonderen Programm nur für die Pfadfinderinnen, versuchte man schon 1999 gegen diesen Trend vorzugehen. Nach mehrjähriger Pause wird im Jänner 2006 die Idee wieder aufgegriffen mit einem Girly Day in Wels, Bis heute fand fast jedes Jahr eine Veranstaltungen nur für die Mädels statt: Vernissage im Landesverband (2007), “Prinzessinnen” in Berndorf (2008), in Berndorf (2009), “Dein Auftritt” im Landesverband mit Modenschau (2010), “Vienna City Girls” in Wien (2011), “Tussis” in Mödlham (2012), “Girly Revue” in der Volksschule Mödlham (2013), “Reise ins Wunderland” in Berndorf (2014), Wels (2015), “Girly TV” in Henndorf (2016), “Urwaldspektakel” in Langholzfeld (2017), am Georgsgrund (2018) und im Landesverband (2019).
Über 15 Jahre nach dem ersten Girly Day und einer kurzen Pause (coronabedingt) beginnen sich um das Jahr 2023 die Grenzen ein wenig zu öffnen und auch Burschen nehmen am Girly Day teil. Davor beginnen die Burschen mit einer eigenen Veranstaltung, dem Burschentag, sich an diesem Tag von jung bis alt nur ‘Burschenthemen’ zu widmen: Burschentag am Georgsgrund (2008), im Goiser Moor (2009), Boys Night – Werwolf Geländespiel im Bischofswald (2010), “Holzhacker” in der Käferheimer Au (2011), Burschentag im Deutschen Museum in München (2012), Burschentage am Georgsgrund (2013), “Nix für Weicheier” am Georgsgrund (2014), Burschentage in Maxglan (2015), “Into the Wild” im Raum Hallwang (2016), Burschentag in München (2017), Burschentage im Raum Hallwang-Mayrwies (2018) und Burschentag in Kuchl (2019). Heute gibt es den Girly Day immer noch, doch ist es nun mehr Nostalgie und Tradition als die Mädchen und Frauen zu stärken – ein anderes Verständnis für die Unterschiede der Geschlechter und die Tatsache, dass der weibliche Anteil in der Gruppe längst nicht mehr unterrepräsentiert ist sind wohl die Hintergründe dazu.












Zusammen stark, ein neues Bild von Maxglan
Als besonderes Merkmal der Zeit war die Stärkung des Gruppenzusammenhalts durch gemeinsame altersübergreifende Lager und Aktivitäten. Jährliche Gruppenaktionen in Form von Abenteuerspielen schafften ein gemeinschaftliches Erlebnis. Der treibende Motor dahinter war Georg ‘Schu’ Sturm. Seine kreativen Ideen für immer neue Abenteuer und Aktionen konnte er bereits in den 1980er Jahren mit seiner ‘wilden’ CaEx-Truppe ausprobieren. Manches davon gab es bereits in den 1960er Jahren für einzelne Altersstufen, nun schuf er damit unvergessliche Momente für die ganze Gruppe, vom Biber bis zu den RaRo. Beim großen Abenteuerspiel “Sword” für CaEx und RaRo im Mai 1998 am Georgstag und im Raum Untersberg waren noch andere Gruppen eingeladen. Die erste Gruppenaktion fand im gleichen Jahr als wilde Schlacht der “Max Clans” im Goiser Moor statt. Es folgten “Mulatschak” in Maxglan (2000), “Musketier” am Mönchsberg (2002), “Mittelalter” am Georgsgrund (2003), “Schmuggler auf den alten Salzwegen” im Goiser Moor (2005), “Anderswelt” mit keltischen Gestalten, Feen und Druiden im Bürmooser Moor (2006), “Außenseiter unter uns” in Mülln, Mönchsberg und der Innenstadt mit dem Abschluss in der Wärmestube in Mülln (2007), “Olympische Pfadfinderspiele” im Haus Tarzi in Strobl (2008), “Untare” mit Übernachtung im Pfarrzentrum und Stationenlauf rund um die Plainburg in Großgmain (2011), “Pfeif Wind, Pfeif über’s Moor” im Goiser Moor mit 130 Teilnehmer*innen (2013) und “Die Acht” auf der Katze am Mönchsberg (2014).
Daneben fanden zahlreiche Gruppenlager statt: das erste der neuen Gruppenleitung 1994 in Tamsweg (wie schon erwähnt), 70 Jahre Pfadfinder Maxglan mit einem Fest am Georgsgrund (1998), Gruppen-Pfingstlager in Gallneukirchen (1999), Burg Finstergrün in Ramingstein im Lungau (2003), Gruppenlager und Fest zum 75 Jahre Jubiläum am Georgsgrund (2004), 80 Jahre Gruppenlager am Zellhof (2009) und sicherlich als Höhepunkt zum Jubiläum 90 Jahre Pfadfinder Maxglan mit großem Festakt in Maxglan und einem Gruppenlager in Cesclans im italienischen Kanaltal (2018) mit über 200 Teilnehmer*innen.




























Die Biber
Gegen Ende des Pfadfinderjahres 1994/1995, stand noch ein Gruppenrat an und wie immer kam Georg zu Ernst und Roswitha, um den Ablauf des Gruppenrats zu besprechen. Georg erzählte von einer englischen Pfadfinderzeitung, in der er gelesen hatte, dass es in Kanada ganz junge Pfadfinder*innen von fünf bis sieben Jahren gibt, die Beaver (Biber) genannt werden. Roswitha war sofort begeistert von der Idee, eine eigene Biberstufe zu gründen und sah darin eine neue Herausforderung. In Österreich gab es damals nur in Wien Biber. Anfangs trafen sich die Biber am Kirchplatz in Maxglan, wo sie einen Raum unter der Kirchenstiege nutzen konnten. Die Hands bauten auf Wunsch einen eigenen Biberbau am Georgsgrund – 1998 war dieser fertig. Die Wände wurden isoliert, ein kleiner Ofen aufgestellt, Biertische und Bänke bibergerecht umgebaut und schon hatten die Biber im Sommer und Winter ihren eigenen Biberbau.
Zum 10-jährigen Bestehen unserer Biber wurde 2005 ein Fest am Georgsgrund gefeiert. Roswitha gab dabei ihre Aufgabe als Biberleiterin an jüngere Leiter*innen weiter und übernahm im Landesverband die Funktion als erste Biberbeauftragte für Salzburg. Mittlerweile gibt es in Salzburg schon mehrere Gruppen, die auch eigene Biberstufen führen. Im Oktober 2012 wurde der erste Salzburger Bibertag mit über 50 Bibern am Georgsgrund gefeiert.1












Engagement auf Landes- und Bundesebene
Von jeher war es in Maxglan selbstverständlich auch im Landesverband Aufgaben und Funktionen zu übernehmen. Für das dritte Salzburger Landeslager “Samson” im August 1997 in Tamsweg im Lungau übernahm die Gruppe Maxglan die Lagertechnik. Alle Altersstufe waren am Lager als Teilnehmer*innen vertreten. Erstmals wurde bei einem Großlager der gesamte Technikbereich mit Transport, Bauten, Material, Müll, Strom, Wasser, Telefon und allem, was sonst noch dazugehört von den Maxglaner Mitarbeiter*innen (Hands) und der Gilde unter der Leitung von Ernst Fuchs übernommen. Von unserer Küchenmannschaft wurde vier Wochen durchgehend für das Technikteam gekocht. Maxglaner Gildenmitglieder waren zudem noch in verschiedenen Funktionen in den Unterlagern, Außenlagern, beim Programm, im Teamcafe und beim Transport im Einsatz. Mit diesem Einsatz zeigte man einerseits Verlässlichkeit und ein großes technisches Know How. Mit Sicherheit einer der Gründe warum nur wenig später Ernst Fuchs und die Gruppe die Verantwortung für die Technik am Bundeslager “b.open” anvertraut bekommen. Das war sozusagen der Ritterschlag für Ernst und sein Technikteam aus Maxglan. Mehr dazu hier
Im Landesverband stand erst 2007 mit dem Fest zu 100 Jahre Pfadfinder am Residenzplatz die nächste große Aktion an. Mit 2.000 Pfadfinder*innen und über 5.000 Besucher*innen war das Fest ein riesiges Spektakel mitten in der Salzburger Altstadt. Wir leisten unseren Beitrag mit einem überdimensionalen, von den Hands gebauten Holz-Tipi. Darin befindet sich ein Erlebnisrundgang, der die acht Schwerpunkte der Pfadfinderbewegung näher bringen sollte.
Im Jahr 2009 organisierten die Maxglaner*innen mit dem Landesverband ein großes Abenteuerspiel für die GuSp des Landes in der Salzburger Innenstadt.
Am RaRo-Bundespfingsttreffen 2010 im Pfadfinderdorf Zellhof übernahmen die Maxglaner*innen die Verpflegung für insgesamt 700 Teilnehmer*innen und bewiesen damit einmal mehr ihre Vielseitigkeit.
Im November 2010 wird Brigitte Erda zur Landesleiterin von Salzburg gewählt. Sie ist seit ihrem 14. Lebensjahr bei uns in Maxglan, war Leiterin bei den Wölflingen, Mitarbeiterin und Elternvertreterin im Aufsichtsrat. Die Verbindung zum Landesverband wird dadurch noch stärker.












Beim Salzburger Landeslager “Wurzl 14” in Bad Hofgastein im August 2014 entschieden wir uns bewusst für die Leitung des CaEx-Unterlagers um auch unsere Stärken in der Programmgestaltung zu zeigen. Wir verschafften einer damals noch gänzlich unbekannten Indie-Rock-Band aus den Reihen der Maxglaner Pfadfinder ihren ersten Auftritt am Landeslager – Please Madame kam sehr gut an und spielt heute (2026) immer noch.
In den darauffolgenden Jahren gibt es einige kleinere stufenübergreifende Landesaktionen wie das “Wurzerl” 2016 am Zellhof oder “zusammen(b)rücken” 2019 als Werbeaktion mit Brückenbauten im ganzen Stadtgebiet von Salzburg. Wir bauten an nur einem Tag eine Fachwerksträgerbrücke aus Stangenholz am Glanspitz. Leider fiel die Aktion total ins Wasser aufgrund des Dauerregens.
Im Jahr 2022 stand schon das nächste Salzburger Landeslager “PUR” am Programm. Christoph Fuchs übernahm dabei die Kommunikation und PR für das Landeslager. Für Werbefotos wurde bereits ein Jahr davor 2021 ein Vorbereitungslager in Ebenau am Originalschauplatz abgehalten.
Das eigentliche Landeslager PUR fand dann im August 2022 statt. Die Maxglaner*innen verantworteten dabei gleich mehrere Bereiche. Mit Brigitte Erda, der Landesleiterin, war eine Maxglanerin die Lagerleiterin, Kommunikation und PR war in Maxglanerhand, die Hands unter der Leitung von Martin Fellinghauer und Robert Pfeiffer übernahmen wieder die Technik, der Lagershop wurde von Maxglanerinnen geleitet und die Verpflegung wurde vom altbewährten Team der Maxglaner Gilde übernommen.
b.open – Bundeslager 2001
Von 15. bis 26. Juli 2001 fand das 5. Bundeslager “b.open” in Abersee am Wolfgangsee im Salzkammergut statt. Der Ort wurde nicht zufällig gewählt, immerhin fand 50 Jahre davor 1951 unweit in Bad Ischl das große Jamboree der Einfachheit statt. Mehr als 6.000 Pfadfinder*innen aus über 20 verschiedenen Ländern nahmen am b.open teil. Aus Maxglan waren die GuSp, CaEx und RaRo als Teilnehmer*innen am Lager dabei.
Die wahrscheinlich bis dato größte Herausforderung für die Maxglaner*innen war jedoch die Verantwortung für den gesamten Technikbereich am b.open unter der Leitung von Ernst Fuchs, Rudolf Erda und Kurt Heidinger. Zwei Jahre Planungsvorbereitung für die vielseitigen Aufgaben von Strom, Wasser, Abwasser, Telefon und Internet bis hin zur Vermessung des Lagerplatzes und Einteilung der Unterlager. Alles musste für das Lager auf die grüne Wiese geschafft werden, in einem Ort der selbst keine 1.000 Einwohner*innen hatte.
Das Technikteam war schon Wochen vor und nach dem eigentlichen Lager vor Ort für die Auf- und Abbauarbeiten. Die Mannschaft der Technik von bis zu 250 Personen wurde von einem eigenen Kochteam versorgt. Bereits das Budget von 3,3 Millionen Schilling2 zeigt die große Verantwortung für den Bereich.
Der gesamte Technikbereich wurde in neun Unterbereiche gegliedert: Transport, Bauten, Material, Müll, Elektro, Wasser, Telefon/Internet, Verpflegung und Management. Alleine für den Aufbau vor dem eigentlichen Lager leisteten wir 5.250 Arbeitsstunden. Für diese Aufgaben meldeten sich 75 Mitarbeiter*innen aus Maxglan und anderen Pfadfindergruppen.
Einige technische Details: Das Wasser kam von drei Hydranten durch 3.000 Meter Wasserleitungsrohre zu den 5 Sanitärstationen mit 132 Toiletten, 90 Duschen und 28 Waschbecken. Von den einzelnen Sanitärstationen wurden Abwasserleitungen zu den verschiedenen Kanalanschlüssen gelegt, manche Rohre mussten dazu sogar hunderte Meter eingegraben werden. Die Stromversorgung erfolgte von zwei Trafostationen und einem Aggregat, von dort mussten dementsprechend dicke Kabeln verlegt werden. Der Anschlusswert aller elektrischen Geräte betrug etwa 350 kW, was der Leistung eines ganzen Gewerbeparks entsprechen würde. Die Kommunikation wurde vorwiegend mit Mobiltelefonen realisiert – dazu wurde ein eigener Sender zur Verstärkung aufgestellt. Für Internetcafe, Telefonzellen und andere Datenleitungen wurden an die 1000 Meter Kabel verlegt. Mülltrennung war selbstverständlich, dafür mussten viele Behälter transportiert und entleert werden. Während des Lagers mussten auch die Sanitäranlagen gereinigt und Störungen behoben werden. Wegen des schlechten Wetters verschlammten die Wege und es mussten 12 LKW-Ladungen Hackschnitzel auf den Lagerwegen aufgetragen werden. Legendär dazu die Bilder von Schlammschlachten und Rugbyspielen im mehr als knöcheltiefen Matsch.
Besonders erwähnen sollte man den Brunnen im Lagerzentrum. Über den sechs Meter hohen, mit dem Lagerlogo versehenen Quader, plätscherte unaufhörlich Wasser. In der Nacht wurde die Skulptur zum beleuchteten Lagerzentrum. Der Turm aus Stahl mit einem Betonfundament in einem Teich brachte einen klaren Kontrast zu den üblicherweise mit Rundhölzern und Stricken errichteten pfadfinderischen Lagerbauten. Die Resonanz der Lagerteilnehmer*innen war äußerst positiv.
Die Maxglaner Gilde war für die Versorgung der Teilnehmer*innen mit Lebensmittel zuständig. Insgesamt wurden 120 Tonnen Essbares in nur zehn Tagen auf die Unterlager verteilt. Zusätzlich versorgte die Gilde unter Küchenchef Peter Jährig täglich bis zu 600 Mitarbeiter*innen und Gäste mit frisch gekochten Speisen.
Auch auf einer Außenstelle in der Stadt Salzburg auf der Katze am Mönchsberg waren einige Rover aus Maxglan in der Organisation vertreten. Im Info-Bereich mit Lagerzeitung, Foto und Video waren weitere Maxglaner dabei.








Fußball “Eintracht Maxglan”
Im Jahr 2007 formierte sich eine eigene Fußballmannschaft in Maxglan.Ein Name war schnell gefunden “Eintracht Maxglan”. Bei ihrem ersten Auftritt am Bundesländerturnier in Wien erreichte man gleich den 3. Platz. Jedes Jahr nimmt man nun mit der Truppe am Turnier teil. 2011 gelingt es dann der Eintracht Maxglan das Bundesländerturnier für RaRo und Leiter*innen zu gewinnen und erstmals darf sich die Eintracht Bundesmeister nennen. Zwei Jahre später 2013 kann man neuerlich den Sieg erringen. Als wichtige Größe im Turnier entschied man sich 2015 das Fußball-Bundesländerhallenturnier erstmals auch in Salzburg stattfinden zu lassen. Die Spiele wurden in der Sporthalle Rif ausgetragen, die Siegesfeier fand im Pfadfinderhaus des Landesverbands statt, Maxglan organisiert das Turnier. Im Jahr darauf organisiert man das Turnier noch einmal und dann verliert sich die Begeisterung. Es kommt kein weiteres Turnier mehr zustande und die Motivation in der Eintracht sinkt damit auch.






Ausbildung
Im September 2004 wird Hans Fischer in die Gruppenleitung aufgenommen und ist fortan für die Ausbildung der Leiter*innen verantwortlich. Alle Leiter*innen nutzten das System der Ausbildung des Landes- und Bundesverbands. Erstmals in der Geschichte versucht man jedoch die Ausbildung der eigenen Leiter*innen mit Themen, die innerhalb der Gruppe wichtig erschienen, zu erweitern. Im Oktober 2004 fand ein erstes Ausbildungswochenende im Tarzi Haus in Strobl statt. In den darauffolgenden Monaten folgten Abende mit Vorträgen und Workshops zu den Themen: Aufsichtspflicht, Erste Hilfe, Finanzen und Versicherungen. Man hielt daran fest die Häufigkeit der Termine wurde aber reduziert.
Motivationswochenende für Leiter*nnen im Tarzi Haus in Strobl (2005), Workshop zu Konflikte im Team und Organisation am Grund (Februar 2006), Motivationswochenende im Kloster Michaelbeuern (2006), Ausbildung zur Brandbekämpfung am Georgsgrund (2007), Kochen in einer Feldküche und Hygienevorschriften (2008), Motivationswochenende für Leiter*innen und Mitarbeiter*innen im Friaul (2008), Motivationswochenende auf der Fuchshütte in Eben im Pongau (2010), Leiter*innen-Jahresauftakt in Puch (2014), Motivations- und Fortbildungs-Wochenende in St. Agatha (2016), Gruppenklausur am Georgsgrund (2017) und Motivationswochenende für Leiter*innen auf der Schwarzenbergalm (2020)
















Medien
Die Herausgabe eines eigenen Medium hat in Maxglan eine sehr lange Tradition. Bereits im Mai 1947, also zwei Jahre nach Kriegsende, wurde die erste Zeitung “Das Kanu” der Maxglaner Pfadfinder veröffentlicht, für die damalige Zeit eine wahre Pionierleistung. Einige Versuche und Zeitschriften später wird im Jahr 1987 die Gruppenzeitschrift “Die Glocke” unter der Leitung von Fritz Ortner gegründet… mehr zu den Zeitungen der Maxglanern.
Nach acht Jahren übernahm 1995 Andreas Martin die Chefredaktion der Glocke. Mit frischem Enthusiasmus, guten Ideen und besseren technischen Möglichkeiten begann der Aufstieg in ungeahnte Höhen. Als augenfälligste Änderung erschien die Glocke nunmehr in einem sehr modernen und erfrischenden Design mit farbigem Umschlag. Die Professionalisierung und Qualitätssteigerung erhöhte natürlich auch die Produktionskosten und so wurden Anzeigen in der Glocke platziert. Nach nur einem Jahr in gewohntem Format und Auflage strebte die Glocke nach Höherem. Mit einem lauten Glockenschlag erschien im Oktober 1996 die erste Glocke im großen Format (A4). Die interne Gruppenzeitung war zu einem ansprechenden Jugendmagazin gewachsen. Vierteljährlich erschien das sogenannte “Die Glocke Magazin” mit allgemeinen Themen zur Jugendkultur und einer Auflage von bis zu 1.000 Stück unter der Leitung von Andreas Martin. Für die erste Ausgabe des Magazin wurde das Schwerpunktthema “Endlich 18″ gewählt mit Gastbeiträgen eines Arztes und einer angehenden Juristin, Themen weiterer Ausgaben waren z.b. Armut, Abenteuer und Stress. Das Magazin wurde in Salzburg in Jugendzentren und Jugendorganisationen verteilt und war auch bei Nichtpfadfinder*innen bekannt.
Zwischen den vierteljährlich Magazinen wurde über eine interne, kleinere Ausgabe aus der Feder von Markus Berghammer und Oliver Roider die Gruppe informiert.
Der überdimensionale Aufwand und die Kosten für eine ehrenamtlich erstellte Zeitung brachte, trotz großem Erfolg, das großartige Projekt nach zwei Jahren zum Scheitern. Im Juli 1998 erschien die letzte der acht Ausgaben des Glocke Magazin. Mit September 1998 übernahm Markus Berghammer die Herausgabe. In den ersten beiden Jahren wurde die Glocke noch von kleinen Informationsfoldern “Spot” begleitet. Diese zeigten vor allem in ihrer Wirkung als aktuelle Werbeflyer großen Erfolg.
Man kehrte also wieder zurück zum ursprünglichen Konzept der Glocke als Informationszeitschrift der Gruppe. Die folgenden Jahre waren geprägt von der Ausdauer und Beständigkeit des Chefredakteurs Markus Berghammer. Die technischen Entwicklungen machten es dazu auch möglich, die Glocke teilweise in Farbe zu veröffentlichen. In nächtelanger Arbeit wurde Monat für Monat die Glocke nicht nur gesetzt und gelayoutet, sondern auch selbständig am Farblaserdrucker vervielfältigt.
Im Jahr 2006, nach zehn Jahren monatlichem ‘Glockestress’, übergab Markus das Ruder an Christoph Fuchs, der als Profi auf diesem Gebiet eine neue Qualitätsoffensive startete. Nach dem Leitsatz „weniger Form, mehr Inhalt“ kehrte die Glocke zurück zum bewährten Konzept: Schwarz-weiß, auf Umweltpapier gedruckt, wie in den Anfangsjahren. Inhaltlich wurde versucht, wieder kleine Kolumnen zu fixieren und für jede Ausgabe einen Themenschwerpunkt zu finden. Der grafische Auftritt war von den Effekten her sehr reduziert, aber modern und selbstbewusst. Gedruckt wurde wieder in Druckereien mit einer Auflage von 300 Stück.3 Im Jahr 2022 feiert man bereits das 35-jährige Jubiläum der eigenen Gruppenzeitschrift und Christoph ist immer noch nach 16 Jahren Chefredakteur.







Die Medienlandschaft hatte sich im Lauf der Zeit sehr verändert, die Pfadfinder*innen aus Maxglan blieben dabei nicht stehen. Im Dezember 1995 ging die erste Webseite der Maxglaner*innen online, wahrscheinlich als eine der ersten Pfadfinder-Webseiten überhaupt.4 Dass eine lokale Pfadfindergruppe schon 1995 eine eigene HTML-Seite programmiert und auf einem Webserver hochgeladen hatte, war damals eine absolute Seltenheit. Zum Vergleich: Viele Großkonzerne und Zeitungen im deutschsprachigen Raum gingen erst 1996 und später zum ersten Mal online. Damals gab es nur sehr wenige Webseiten – Ende 1995 gab es schätzungsweise nur bis 25.000 überhaupt weltweit (heute sind es weit über eine Milliarde). Die Seite bot einiges an Informationen über die Gruppe Maxglan, ihre Besonderheiten, die Heimstundenzeiten und Kontaktadressen und Telefonnummern. Bilder gab es damals noch keine auf der Webseite, die Ladezeiten für ein einziges Bild waren damals mit Modems bis 28,8 kbit/s noch bei mehreren Minuten.
Im Herbst 2002 wurde unter der Domain www.pfadfinder-maxglan.at eine neue Webseite eingerichtet.5 Christoph Fuchs zeichnete dafür verantwortlich und als Student für Multimedia war man mit ihm absolut am Puls der Zeit. Weiterhin mussten jedoch neue Beiträge sehr aufwändig händisch mit HTML programmiert und hochgeladen werden. Im April 2010 wurde die Webseite einem Relaunch unterzogen, die Technik war nun so weit, auf ein Content-Management-System6 umzusteigen. Wieder waren die Maxglaner*innen früher dran als andere Pfadfindergruppen, die sich auch gern Tipps zum eigenen Internetauftritt in Maxglan abholten. Nun konnten Redakteure eigene Berichte erstellen und Fotos hochladen, damit war man immer aktuell und der Interauftritt wurde zunehmend zum digitalen Logbuch der Gruppe.
Seit Anfang der 2010er Jahre nahm social media seinen Einzug bei den Pfadfindergruppen, so auch in Maxglan. Man startete mit Facebook und ab Juli 2017 findet man die Maxglaner*innen auch auf Instagram unter “pfadfindermaxglan”.
Im August 2021 übernimmt man das neue Design der PPÖ auch für die Webseite, einher geht die Optimierung der Anzeige für mobile Geräte unter Beibehaltung aller Inhalte seit 2010. Mittlerweile befinden sich über 2.000 Berichte über Heimstunden und Lager und mehr als 58.000 Bilder auf dieser Seite.
Zum 80-jährigen Jubiläum der Gruppe 2009 war erneut Christoph die treibende Kraft für ein besonderes Medien-Projekt: Das Buch “Die Maxglaner” hält den Werdegang und Besonderheiten der Pfadfindergruppe Maxglan fest. Mit einem klassischen Buch entschied man sich, nach einem Kalender mit Chronik zum 60- und einer CD-Rom zum 75-jährigen Jubiläum, für ein zeitloses Medium, das auch noch Jahrzehnte später Gültigkeit haben soll. Mehr als ein Jahr lang arbeiteten über 30 Autor*innen daran, die Geschichte der Gruppe zu erkunden und festzuschreiben. Das Ergebnis war ein Buch mit 216 Seiten gebunden mit Hardcover in 32 Kapiteln gegliedert mit über 400 Abbildungen, Grafiken und Karten. Besonderes Highlight ist die Auflistung aller Namen der Mitglieder seit 1945. Das Buch wurde zu den Jubiläumsfeierlichkeiten am Zellhof präsentiert und war binnen kürzester Zeit vergriffen. Heute gibt es nur noch wenige Restexemplare in unserem ScoutShop.
Dokumentieren, Informieren und Unterhalten war in der Pfadfindergruppe immer schon wichtig. Waren es in den 1930er Jahren die Logbücher mit tollen und aufwändig gestalteten Zeichnungen, Flugzettel und Theaterstücke, kamen später andere Formen dazu wie Film und Video. In den 1970er Jahren wurde auf Super 8 Film selber gefilmt, um Aktionen zu dokumentieren, aber auch eigene Spielfilme zu erstellen – frühe Filmprojekte der Explorer waren Die Amateure und Alpocalypse Now. Als in den 1980er-Jahren das Video-Filmen mit verschiedenen Systemen boomte, hielt es auch bei uns in mehreren Altersstufen Einzug. Höhepunkt des Filmschaffens war vielleicht 1986 mit dem Film Magic Jackl, ein 40-minütiger historischer Spielfilm über den Zauberer Jackl.7
Seit Anfang der 2000er versuchte Markus Berghammer diese Erinnerungen auch für die kommenden Generationen zu sichern. Er kopiert, digitalisiert und renoviert, soweit möglich, vertonte und erstellte DVDs unserer Erlebnisse. So ist es gelungen auch alte Formate und ehemals kaputte Filme zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile wurde die Filmsammlung auf die online Video-Plattform Vimeo übertragen. Ergänzt wurden die Filme mit filmischen Zusammenstellungen von Bildern über unterschiedliche Lager und Aktivitäten. Über 140 Videos aus der langen Geschichte der Gruppe stehen zur freien Verfügung.
Georgsgrund und Pfadfinderhaus
Seit der Eröffnung 1978 war der Georgsgrund ein wichtiges Zentrum für die Pfadfinderarbeit in Maxglan. Im Juli 2002 wurde das Gebiet im Rahmen der Jahreshauptversammlung um den ehemaligen Campingplatz West erweitert. Mit insgesamt knapp 10.000 m2 bildet der Georgsgrund damit nicht nur eine kleine Oase inmitten der Stadt, sondern wird damit auch für die Gruppe und die Aktivitäten wichtiger. Der Georgsgrund bildet den Rest des früheren Eichetwaldes im Westen der Stadt Salzburg. Ein Großteil des Waldes fiel dem Maxglaner Exerzierfeld in der k.u.k. Monarchie Anfang des 20. Jahrhunderts zum Opfer. Später wurde das freie Feld als Flugfeld genutzt und ist heute das Gelände des Salzburger Flughafens.
Dichter Bewuchs sorgt im Sommer für abenteuerliche Verstecke und Raum für eine geschützte Umgebung, in der ausprobiert und erkundet werden kann.
2005 wurden neue Heimräume und ein neues Materiallager eröffnet. Das Material der Gruppe wanderte aus den alten Holzhütten am ursprünglichen Gelände in das gemauerte Gebäude der ehemaligen Sanitäreinrichtungen des Campingplatzes. Die frei gewordene alte Holzhütte wurde umgebaut, um für Heimstunden besser genutzt werden zu können. Damit stehen ein größerer Raum, ein kleiner Raum und der Biberbau für Heimstunden zur Verfügung.
Am benachbarten Grundstück in der Karolingerstraße 12 stand nach dem Tod von Frau Fischer das Haus leer. Durch ein gutes Einvernehmen mit dem Sohn von Frau Fischer war es möglich, im Jahr 2010 das Haus zu mieten und ein kleines Pfadfindermuseum einzurichten. Georg “Schurli” Sturm sen. verwirklichte damit eine lange geplante Idee im sogenannten “Fischerhaus”. Im September 2011 konnte das ebenerdige kleine Fischerhaus samt Grundstück gekauft werden – damit war die Gruppe erstmals im Besitz einer eigenen Immobilie. Die Finanzierung erfolgte zum größten Teil aus Eigenmitteln, Subventionen der Landesregierung und der Stadt Salzburg sowie durch Spenden und natürlich den unermüdlichen Einsatz unserer Mitglieder.
Nach einiger Planungsarbeit begann im Jahr 2015 der Umbau. Unter der Leitung von Ernst Fuchs baute die Gruppe ihr Haus völlig selbstständig in Eigenregie um, bis es im Sommer 2019 als “Pfadfinderhaus Maxglan” eröffnet werden konnte. 103 Pfadfinder*innen aus Maxglan leisteten 7.058 Arbeitsstunden an 513 Tagen – nur 845 Stunden waren Professionisten und Firmen vor Ort. Durch den Umbau wurde die nutzbare Fläche vergrößert und mit der neu errichteten Holzdecke über dem Erdgeschoß und dem neu aufgesetzten Dachstuhl wurde ein Obergeschoß mit noch mehr Nutzfläche geschaffen. Der große freie Raum unter dem Dach bietet viele Möglichkeiten der Nutzung. Mit einer sehr gut ausgestatteten Küche und den großzügigen Sanitärräumen ist das Pfadfinderhaus auch ideal geeignet, um mit Gruppen bis 25 Personen darin zu übernachten. Die lichtdurchflutete überdachte Pergola bildet einen geschützten Außenraum und schafft eine wichtige Verbindung zum Georgsgrund. Am 10. Juli 2019 fand die feierliche Eröffnung des Pfadfinderhaus statt. Fortan dient das Vereinshaus als zusätzlicher Raum für Heimstunden und Veranstaltungen und wird daneben an Pfadfinder*innen aus dem In- und Ausland vermietet. Mehr zum Pfadfinderhaus
Das Ende einer langen Ära
Und dann kam die Pandemie: Der erste Corona-Lockdown im März 2020 führte dazu, dass erstmals seit 1945 keine persönlichen Treffen mehr möglich waren. Unsere Heimstunden wurden anfangs noch online abgehalten, und die Leiter*innen bewiesen viel Kreativität bei der Entwicklung neuer Formate und Aktionen ohne direkten Kontakt – also genau das Gegenteil von dem, was wir über Jahre hinweg aufgebaut hatten. Dennoch ging innerhalb kürzester Zeit ein Großteil unserer Mitglieder verloren; zuerst die jüngeren, bald darauf auch ältere. Die Sommerlager konnten trotz der Pandemie in allen Stufen stattfinden, wenn auch erstmals seit vielen Jahren ausschließlich in Österreich.
Einziger Lichtblick dieses ansonsten düsteren Pfadfinderjahres: Die 61. Pfadfinderlotterie wurde mit 5.600 verkauften Losen der Maxglaner*innen ein voller Erfolg. Wir stellten damit nicht nur die erfolgreichste Gruppe Österreichs, sondern mit 420 verkauften Losen auch die beste Einzelverkäuferin des Landes. Beim Sommerfest im Juli 2021 am Georgsgrund wurde Roswitha Fuchs zudem mit dem Silbernen Steinbock geehrt, der höchsten Auszeichnung der Pfadfinder*innen Österreichs.
Die Zeiten hatten sich jedoch nachhaltig verändert. Im Jahr 2022 zog auch die Leitung der Gruppe Konsequenzen: Roswitha, Ernst und Georg traten nach knapp 30 erfolgreichen Jahren von ihrer Aufgabe zurück – ein Schritt, der nicht zuletzt eine Spätfolge der Pandemie war. Ein neues Team wurde zur Gruppenleitung gewählt: Eva-Maria Pfeiffer, Erwin Luger, Andrea Erda, Hans Fischer und Michael Gallhammer-Sassali.
Anmerkungen
- vgl. Roswitha Fuchs, “Biber. Von Jung bis Alt. Einzigartige Altersstufen in Maxglan” in: Pfadfinder Maxglan (Hrsg.), Die Maxglaner. 80 Jahre Pfadfinder Maxglan, 2009, S. 43 ↩︎
- 3,3 Millionen Schilling entsprechen 240.000 Euro, inflationsbereinigt würde das heute einem Wert von 415.000 Euro entsprechen ↩︎
- vgl. Fritz Ortner und Christoph Fuchs, “Die Zeitungsmacher*innen. Zeitschriften der Maxglaner Pfadfinder” in: Pfadfinder Maxglan (Hrsg.), Die Maxglaner. 80 Jahre Pfadfinder Maxglan, 2009, S. 168. ↩︎
- Heute nur noch über die Archivplattform archive.org auffindbar: https://web.archive.org/web/19970209164605/http://bitcom.ch/~lvsb/gruppen/s6/index.html (aufgerufen 19.9.2026) ↩︎
- Heute nur noch über die Archivplattform archive.org auffindbar: https://web.archive.org/web/20021110135155/http://pfadfinder-maxglan.at/pages/home_set.htm (aufgerufen 21.9.2026) ↩︎
- verwendet wurde das open source System WordPress 3.0 ↩︎
- vgl. Georg Sturm jun. und Markus Berghammer, “Uuuund Action! Filme und Hörspiele der Maxglaner” in: Pfadfinder Maxglan (Hrsg.), Die Maxglaner. 80 Jahre Pfadfinder Maxglan, 2009, S. 172. ↩︎










