Die letzte Woche der Ferien

Gruppe ·  · 08.09.2019 ·  , , , , , , ,

Um in der letzten Woche der Sommerferien nicht langweilig daheim zu sitzen oder nicht zu wissen was wir tun sollen, belebten wir eine alte Tradition wieder. Wir fuhren auf Lager, genauer gesagt für 8 Tage über die Slowakei nach Polen. Dazu trafen wir uns in aller Früh und fuhren mit dem ersten Zug von Salzburg über Wien nach Bratislava. Dort angekommen wurden die Rucksäcke versperrt und die Stadt erkundet. Nach 18.000 Schritten, geilem Essen und einem tollen Tag fuhren wir mit dem Nachtzug weiter nach Poprad, einer kleinen Stadt am Rande des Tatra Nationalparks. Dort um drei Uhr in der Früh angekommen, wurden die Ferien genutzt um auf einem Schulparkplatz den verpassten Schlaf der letzten zwei Tage ein wenig nachzuholen. Nach einem morgendlichen Kaffee, einem Gottesdienst und dem erfolgreichen Absolvieren des Städtischen Marathons ging es weiter in den Nationalpark. In Štrbské Pleso wurde wetterbedingt nur der wunderschöne See umrundet und traditionell touristisch gegessen. Am Abend ging es weiter in einen kleineren, weniger touristischen Ort namens Starý Smokovec. Dort übernachteten wir mit einer wunderschönen Aussicht auf den Tatra Nationalpark, machten saucoole Fotos im Tricklandia und verbrachten sehr viel Zeit (wirklich sehr viel Zeit) damit, herauszufinden welches Mineralwasser nicht sprudelt.

Hier ein Paar Fotos aus dem sagenumwobenem Tricklandia:

Weiter ging es nach Spišské Podhradie, wo wir die zweitgrößte Burg Europas mit Zeitdruck emporstiegen und den Ausblick und die Burganlage so richtig genossen. Mit Blick auf die in der Nacht beleuchtete Burg legten wir uns in unsere Schlafsäcke und waren froh, dass unser Schlafplatz überdacht war. Da wir seit Anfang des Lagers noch nicht zum Duschen gekommen waren (Ferkel!!) verbrachten wir den nächsten Tag in der Aquacity Poprad. Frisch geduscht, gesaunt und entspannt ging es abends weiter an die polnische Grenze, in den kleinen Ort Červený Kláštor. Am Weg dorthin machten wir Bekanntschaft mit Anthony, einem sehr freundlichen Ortsansässigen, der uns gleich in die locals Bar des Dorfes mitgenommen hat. Nach ein paar billigen Bier und einigen Runden Darts und Tischfußball fanden wir zu einem aufgelassenen Campingplatz, wo wir nächtigten. Die sehr kalte Nacht überstanden, beschlossen wir eine Floßfahrt auf dem Grenzfluss Dunajec zu machen. Diese Fahrt war sehr entspannend und bot einen wunderschönen Einblick auf Berge, Felsen und Wälder rund um den Fluss. Angekommen am Ziel, liehen wir uns Räder aus und machten uns auf den Weg zurück zum Startpunkt, wo unsere Rucksäcke auf uns warteten. Anthony ging mit uns noch Mittagessen, dann machten wir uns über die Brücke auf nach Polen. Dort fuhren wir mit dem Bus über Nowy Targ nach Krakau. Da wir schon eine Unterkunft gebucht hatten, konnten wir den Abend gemütlich in einer Brettspielbar ausklingen lassen und so richtig schön ausschlafen. Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zur Gedenkstätte Auschwitz, wo wir anhand einer privaten Tour alles Wichtige erfuhren und anschauen konnten. Den ganzen nächsten Tag widmeten wir der Stadt Krakau. Wir schlenderten durch die Stadt, aßen super geile Pizzen und interessantes Eis, fanden unser Lagerabzeichen, besuchten das Hard-Rock-Cafe und genossen die Stadt. Das nächste und leider schon letzte Ziel unserer Reise war Kattowice. Dort gingen wir noch einmal gemeinsam richtig gut Essen, besichtigten eine echt – bei Nacht – schöne Kirche und stiegen um 1:40 Uhr in den Flixbus ein, der uns in die Hauptstadt brachte. Von Wien aus brachte uns dann letztendlich die Westbahn zurück nach Salzburg. Nach dem traditionellen Schlusskreis wurde abschließend einstimmig beschlossen, das Lager in der letzten Ferienwoche zu wiederholen! Wir sehen uns also spätestens nächstes Jahr zur gleichen Zeit wieder, hoffentlich mit mehr als 4 Uniformen ;)

-wirnsi